Auf der Kindergarten-Wasserbaustelle haben die Kinder und ihre Väter gemeinsam Spaß

dzKindergarten Bodelschwinghhaus

Nicht immer können Väter ihren Kindern so viel Zeit widmen, wie sie sollten. Der Kindergarten am Bodelschwinghhaus richtet deshalb eine Aktion für sie aus.

von Werner Wiggermann

01.07.2019, 11:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Lilith hat die ganze Woche schon davon erzählt“, berichtet Sebastian Echtermann. Seine vierjährige Tochter besucht den Kindergarten am Bodelschwinghhaus und diesmal durfte sie auch am Wochenende hin. Zusammen mit ihrem Papa und ihrer kleinen Schwester Minna. Lilith und Minna gehören zu den 16 Kindern, die der Einladung zum jetzt dritten Vater-Kind-Wochenende auf dem Außengelände der KiTa sehr gern gefolgt sind. So gern wie ihre Väter. „Die haben da einfach selber richtig Bock drauf“, weiß Erzieher Michael Starke, der das Vater-Kind-Event entwickelt und selbst sichtbar Spaß daran hat.

Manch ein Vater verschiebt seinen Urlaub

Der eine oder andere Vater hat sogar seinen Urlaub verschoben, um dabei sein zu können. Weil die gemeinsame Zeit mit den Kindern auch wirklich so kostbar sei, wie Alexander Homann und Marius Klasik bestätigen. Diesmal sollte zusammen mit den Kindern eine „mobile Wasserbaustelle“ gebastelt werden. Aus Holzpaletten und nicht mehr gebrauchten Material-Resten. „Wir wollten bei der Bastelei unbedingt jede Art von Ressourcen-Verschwendung vermeiden“, sagt Michael Starke. Diesen Ansatz hat übrigens auch Tino schon voll verstanden und ist mit Feuereifer dabei, das phantasievolle Wasserspielzeug zu entwickeln. Der Zehnjährige ist natürlich selbst kein Kindergartenkind mehr, begleitet aber seine fünfjährige Schwester - und ist ganz offensichtlich mit großem handwerklichen Talent ausgestattet und hat daher eben soviel Spaß an dem Open-Air-Projekt wie die Väter. „Hier oben“ - Tino zeigt auf zwei sauber ausgeschnittene Öffnungen in den Kunststoffrohren, „können die Kinder dann das Wasser einfüllen und gleich daneben sehen, wie es abläuft.“

Eine mobile Wasserbaustelle

Was auch eine Stunde vor der feuch- feierlichen Eröffnung der mobilen Wasserbaustelle schon feststeht: Die diesjährige Auflage des Vater-Kind-Festes hat den Erfahrungsschatz erneut bereichert, aus dem sich die Planung für das kommende Jahr stützen können wird. „Beim ersten Mal war ich noch etwas skeptisch“, räumt Alexander Homann ein, „aber das Ergebnis hat überzeugt.“ Von Mal zu Mal mehr übrigens, denn stets werte Michael Starke Eindrücke und Erfahrungen der beteiligten Familien aus und setze diese auch konsequent um, loben die Väter. Feste Programmpunkte sind die Übernachtung im Zelt, das Grillen, Stockbrot-Backen und die Gitarrenmusik am Freitagabend - und bisher auch immer das gute Wetter. Das Glück belohnt eben die Tüchtigen, ist die allgemeine Meinung am Tisch der Väter.

Vater-Kinder-Fest wird zum Dauerbrenner

An den hat sich inzwischen auch die allmählich etwas müde wirkende Lotta (5) zurückgezogen, um ein wenig Kraft in Papas Armen zu schöpfen. Alles ist gut gelaufen, findet Lotta - und das mit dem Wasser klappt gleich auch noch, sagt sie mit einem von Vertrauen erfüllten Blick auf Tino. Ganz bestimmt!

Ob Tino und Timon, Lotta, Lilith und Minna im nächsten Jahr wieder dabei sein werden? Na klar: Das Väter-Kinder-Fest am Wiehagen hat alle Voraussetzungen, ein Dauerbrenner zu werden. Auch mit Kindern und Vätern, die ganz neu dazustoßen oder trotz fortgeschrittenen Alters wiederkommen möchten.

Eine Frage bleibt vielleicht offen: Was ist, wenn irgendwann auch ein ehemaliges Kindergartenkind als Mutter dabei sein möchte? „Dann hat sie bestimmt sehr viel Verständnis dafür, dass wir in diesem Punkt konsequent bleiben müssen - und wird den sicherlich super netten Vater mit dem Kind schicken“, sagt Michael Starke augenzwinkernd.

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