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Auch viele Bergkamener Schüler pendeln aus

dzAnmeldung zu weiterführenden Schulen

Viele Bergkamener Viertklässler besuchen die fünfte Klasse an einer Schule in einer Nachbarstadt. Das ist für die Schuldezernentin allerdings nicht erstaunlich, sondern der Normalzustand.

Bergkamen

, 13.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Bergkamen ist auch bei den Schülern eine Auspendlerstadt, obwohl die weiterführenden Schulen der Stadt alle Abschlüsse anbieten. Das zeigt sich bei den Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen. Von den insgesamt 429 Viertklässlern an den sieben Bergkamener Grundschulen besuchen 75 im kommenden fünften Schuljahr eine Schule, die sich nicht in Bergkamen befindet. Die Zahl der Viertklässler, die im kommenden Schuljahr aus den Nachbarstädten zu einer Bergkamener Schule einpendelt, ist wesentlich geringer. Es sind nur 22. Den größten Anteil an den Einpendlern hat die Willy-Brandt-Gesamtschule mit zehn.

Viele Schüler gehen nach Werne, Kamen und Lünen

Für Schuldezernentin Christine Busch sind diese Zahlen allerdings nichts Ungewöhnliches, sondern die Folge der Dichte bei den weiterführenden Schulen in der Region. „Schon immer haben Schüler aus Rünthe Schulen in Werne besucht und Overberger Schulen in Kamen“, sagt die Dezernentin. Hinzu kommt, dass es in den Nachbarstädten zum Teil Schulformen gibt, die es in Bergkamen nicht gibt. Dazu gehören die Sekundarschule in Werne, die immerhin künftig 13 Bergkamener Fünftklässler besuchen und die Hauptschule in Kamen, auf die allerdings nur ein Schüler aus Bergkamen wechselt. Auch eine Hauptschule in Lünen hat künftig einen Bergkamener Fünftklässler.

Vor allem die Gymnasien in der Nachbarschaft sind beliebt

Vor allem Schüler mit einer Empfehlung für das Gymnasium zieht es in die Nachbarstädte: Die beiden Gymnasien in Werne haben im kommenden Schuljahr insgesamt 18 Bergkamener Fünftklässler. Am Gymnasium in Kamen sind es sogar 20. Das liegt nach Buschs Erkenntnissen oft daran, dass der Weg für Kinder aus Rünthe oder Overberge kürzer ist und dass oft auch schon die Eltern eine Schule in einer Nachbarstadt besucht haben.

Anteil der Gymnasialempfehlungen sehr unterschiedlich

Hinzu kommt, dass besonders viele Viertklässler an der Overberger Grundschule eine Gymnasialempfehlung bekommen haben. An der Schule waren es immerhin 23 von 53, die eine uneingeschränkte Empfehlung fürs Gymnasium haben. 13 weitere haben die Empfehlung Realschule/Gymnasium. An den anderen Grundschulen ist der Anteil der Gymnasialempfehlungen zum Teil deutlich geringer.

Eltern halten sich meist an Empfehlung

Meist halten sich die Eltern auch daran: Die Statistik der Stadt zeigt, dass nur fünf Schüler mit einer Empfehlung für das Gymnasium, die in Bergkamen bleiben, nicht am Städtischen Gymnasium angemeldet wurden. An der Gesamtschule wurde nur ein Schüler mit der Empfehlung „Gymnasium“ angemeldet – obwohl die Schule jedes Jahr viele Abiturienten hat. Das zeige, dass Einteilung nach der vierten Klasse wahrscheinlich früh kommen, sagt Busch.

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