Die erste Hälfte der Musikschul-Jubiläums ist um, bisher sind 25 von 50 Veranstaltungen über die Bühne gegangen. Und manchmal überraschte die Resonanz sogar die Veranstalter.

Bergkamen

, 13.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Das Jahr ist zur Hälfte um, und damit ist auch die Halbzeit des 50. Jubiläums der Musikschule erreicht. Die Bilanz, die ihr stellvertretender Leiter, Thorsten Lange-Rettich, nach 25 von 50 Jubiläums-Veranstaltungen zieht, enthält Licht und Schatten. Wobei das Paradoxon besteht, dass gerade eine Veranstaltung besonders positiv herausragt, bei der die Abwesenheit von Licht im Mittelpunkt stand. „Das ,Konzert im Dunkeln‘ war überraschend gut besucht, berichtet Lange-Rettich. Im Mai konnten sich die Konzert-Besucher in der Galerie „sohle 1“ ganz auf die Musik konzentrieren, weil sie dank einer Schlafbrille nichts sahen.

Auch in der zweiten Hälfte des Jubiläums-Jahres hat die Musikschule noch einiges zu bieten

Auch der Komponist Stefan Heucke kam nach Bergkamen. © Stefan Milk


Klavierabende mit gutem Zuspruch

Auch die beiden Klavierabende fanden mehr Zuspruch, als Lange-Rettich und die anderen Dozenten der Musikschule erhofft hatten: Johannes Wolff spielte französische Klaviermusik und Leonardo Galvez Werke aus Spanien und Lateinamerika. Nicht ganz so gut liefen zwei Veranstaltungen mit zwei prominenteren Künstlern. Die Aufführung der „Bremer Stadtmusikanten“ mit dem Kabarettisten Jochen Malmsheimer fand zwar viel Lob, aber es blieben auch etliche Plätze im studio theater frei. „Immerhin kamen bei der Benefitz-Veranstaltung 750 Euro zusammen, die wir für den Kauf von Musikinstrumenten für das Jekits-Projekt verwenden werden“, bilanziert Lange-Rettich.

Auch in der zweiten Hälfte des Jubiläums-Jahres hat die Musikschule noch einiges zu bieten

Der stellvertretende Musikschulleiter Thorsten Lange-Rettich griff beim Jubiläumsprogramm selbst zur Posaune. © Stefan Milk


Mit dem Flohwalzer-Kongress geht es weiter

Auch die Aufführung „Der glückliche Prinz“ in Anwesenheit des Komponisten Stefan Heucke lockte in erster Linie Besucher an, die diesen noch aus seinen Zeiten an der Bergkamener Musikschule kannten. Aber das Jubiläumsjahr ist ja erst zu Hälfte um und es stehen noch einige Veranstaltungen auf dem Programm, die die Neugier von weltoffenen Zeitgenossen wecken könnten. Zum Beispiel der „Flohwalzer“-Kongress, der am Samstag, 14. September, die zweite Jubiläumshalbzeit eröffnet. Bei diesem Wettbewerb geht es um möglichst vielseitige Varianten des berühmten Flohwalzers -nicht nur auf dem Klavier. Anmeldeunterlagen gibt es bei der Musikschule.

Auch in der zweiten Hälfte des Jubiläums-Jahres hat die Musikschule noch einiges zu bieten

Das Benefiz-Konzert mit Jochen Malmsheimer, der seine Version der „Bremer Stadtmusikanten“ präsentierte, spielte immerhin 750 Euro ein. © Stefan Milk


Ein Pianist ersetzt ein ganze Orchester

Diese Instrument steht am Sonntag, 29. September, im Mittelpunkt des „Konzert für zwei Klaviere“. Dort treten zunächst Musikschüler und -lehrer auf. Besonders interessant dürfte der zweite Teil werden: Die Pianisten Bodo Hoffmann und Johannes Wolff spielen zwei Klavierkonzerte, bei denen der Orchesterpart jeweils vom anderen Pianisten übernommen wird. Zudem sucht sich die Musikschule für ihre Fachbereichskonzerte etwas ungewöhnliche Orte aus, an denen sie nicht ganz so oft präsent ist: Die Streichmusiker konzertieren am 1. Oktober in der Christuskirche in Rünthe, die Bläser präsentieren ihr Programm „Holz trifft Blech“ in der Kapelle Heil. Die Zupforchester präsentieren ihr Jahreskonzert am 3. November in der Auferstehungskirche in Weddinghofen.


Auch in der zweiten Hälfte des Jubiläums-Jahres hat die Musikschule noch einiges zu bieten

Das Saxophon-Quartett bewies, dass die Kapelle Heil konzerttauglich ist. Weiter Veranstaltungen folgen. © Borys Sarad


Konzert an der Orgel von St. Elisabeth

Eine Woche später, am 10. November, gastiert die Musikschule in der Elisabeth-Kirche und stellt dabei ein für diesen Ort typisches und unverzichtbares Instrument in den Mittelpunkt. Bei dem Programm „Orgel plus“ spielt Rudolf Helmes auf der großen Sauer-Orgel. Musikschul-Kolleginnen und Kollegen mit Blas- und Streichinstrumenten begleiten ihn bei kammermusikalische Werke von Johann Sebastian Bach, Johann Christoph Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, César Franck, Josef Gabriel Rheinberger und anderen Komponisten. Dass die Musikschule aber auch in der populären Musik der jüngsten Vergangenheit zu Hause ist, wird der Gittarist Burkhard „Buck“ Rogers beweisen, wenn er am 6. Dezember in der Kapelle Heil ein Programm mit Stücken von GeorgeHarrison, Stevie Wonder und Jimi Hendrix präsentiert.

Musikschule im Internet

Broschüre mit Jubiläumsprogramm

  • Informationen zur Musikschule finden sich auf der städtischen Homepage unter www.bergkamen.de/musikschule.html. Dort findet man auch die Broschüre mit dem kompletten Programm zum 50. Jubiläum .
  • Informationen zu den „Konzerten 1:1“ gibt es bei Johannes Wolff, Tel. 0176/ 640 134 66 oder (0231) 415 741 oder E-Mail konzert1zu1@musikschule-bergkamen.de

Konzert für einen Zuhörer

Im zweiten Halbjahr gibt es auch weiterhin ein Jubiläumsangebot der Musikschule, das bisher nicht so richtig ins Licht der Öffentlichkeit gefunden hat: Das „Konzert 1:1“. Dabei haben Musikfreunde ein Konzert von Musiklehrern und fortgeschrittenen Musikschülern, die ganz allein für sie spielen. „Bisher hatten wir praktisch keine Nachfragen danach“, sagt Lange-Rettich. Er hofft, dass sich dieses Angebot in der zweiten Jubiläums-Halbzeit dann doch noch herumspricht.

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