Auch die Alten Römer hatten ein Modebewusstsein

dzMuseumspädagogisches Programm

Ein Schwerpunkt des museumspädagogischen Programmes des Stadtmuseums liegt in diesem Jahr auf der römische Mode. Und da pflegten die Pädagoginnen den Austausch mit einem Fachmann.

Oberaden

, 23.03.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der heißt Richtie Pogorzelski, hat gerade den zweiten Band seiner „Antiken Mode“ veröffentlicht und im Museum vorgestellt. Schon der Titel gibt eine klare bejahende Antwort auf die Frage, die auch die Museumspädagogik in ihren Angebot für jüngere und ältere Schüler aufwirft: „Gab es bei den Alten Römern so etwas wie Modebewusstsein?“. Gab es, betont Pogorzelski und beruft sich dabei auf literarische Quellen, Statuen und Reliefs, die aus der Römerzeit überliefert sind.

Originalfunde in Ägypten

Hin und wieder machen die Archäologen sogar Originalfunde von modebewussten Römern. „In Ägypten kommt das häufiger vor“, sagt Pogorzelski. Hierzulande müssen sie das Glück haben, dass die Überreste der antiken Menschen auf natürliche Weise konserviert wurden - zum Beispiel in einem Moor. Auf jeden Fall lässt sich sagen, dass die Römer keineswegs Einheitslook trugen. „Toga war nicht gleich Toga“, sagt Pogorzelski. Auch da gab es Maßanfertigungen und unterschiedliche Schnittmuster, die sich im Lauf der Jahrhunderte veränderten. Gleiches gilt für die Frisuren der Frauen: „Die hingen auch davon ab, wie die Kaiserin, die gerade regierte, ihre Haare trug“, meint Pogorzelski.

Pädagogik im Museum


Römische Mode für Schüler

Auf die Spur der römischen Mode begeben sich auch Ludwika Gulka-Höll und ihre Kolleginnen aus der Museumspädagogik. Sie bieten zwei neue Programme zu diesem Thema an. „Kleider machen Leute“ richtet sich an Grundschüler, die auf diese Weise erfahren, wie die Römer sich gekleidet haben. Dabei dürfen die Kinder auch selbst aktiv werden und Fibeln basteln, also Gewandnadeln zum Zusammenhalten der Kleidung. Das Programm für die älteren Schüler trägt den Titel „Haute Couture in der Antike“. Hier geht es um die Frage, ob und wie sich das Modebewusstsein im Altertum entwickelte und welche Auswirkungen das hatte. Auch hierbei kommt die Praxis nicht zu kurz: „Ich habe einige römische Gewänder besorgt, die die Schüler anprobieren dürfen“, sagt Gulka-Höll.

Auch der Bergbau kommt nicht zu kurz

Die Museumspädagoginnen blicken aber nicht nur in die ferne, sondern auch in die jüngere Bergkamener Vergangenenheit. Bekanntlich verfügt das Stadtmuseum auch über eine Bergbau-Abteilung. Dort können Grundschüler eine „Kleine Grubenfahrt“ unternehmen. „Wir hatten auch viele Anfragen von Kindergärten, die sich für die Bergbau-Geschichte interessieren“, sagt Gulka-Höll. So hat sie eine Führung für kleinere Kinder konzipiert.

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