Attraktivere Radwege ohne Schotter

Mehr Asphalt

Geschotterte Radwege bergen Risiken für Stürze und für Verschmutzungen. Mit Blick auf die Minimierung jener Risiken fällte der Rat jetzt eine Grundsatzentscheidung für die Asphaltierung.

Bergkamen

, 25.11.2018, 15:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Attraktivere Radwege ohne Schotter

Der Antrag der SPD-Fraktion, bei der Erneuerung und dem Neubau von Radwegen Asphalt als Oberflächenmaterial zu verwenden, stößt auf Zustimmung. Archiv/Milk © Stefan Milk

Im Rahmen von Erneuerung und Neubau von Radwegen und folgte damit einem Antrag der SPD-Fraktion. Denn geht es nach dem Willen der Mehrheitsfraktion, soll beim Neubau und der Erneuerung von Radwegen in Bergkamen künftig nur noch Asphalt verbaut werden, wenn möglich. Bei entsprechenden Baumaßnahmen in der Baulast externer Dritter soll diese Anregung auch an den zuständigen Baulastträger weitergegeben werden.

„Eine Asphaltierung ermöglicht eine ganzjährige Befahrung von Radwegen“, heißt es in dem entsprechenden Antrag der SPD. Sie sorge für eine Erhöhung des Fahrkomforts und sei damit geeignet, die Akzeptanz für die Benutzung von Fahrradwegen insgesamt zu erhöhen. „Uns geht es dabei nicht nur um die städtischen Radwege, sondern beispielsweise auch um die, die in Trägerschaft des Regionalverbundes Ruhr liegen“, erklärte SPD-Fraktionschef Bernd Schäfer. Ein Ansinnen, das auch die Vertreter der CDU-Fraktion teilen, allerdings mit Abstrichen. So „hasst“ CDU-Fraktionschef und leidenschaftlicher Radfahrer Thomas Heinzel zwar Radwege ohne Asphalt, behält sich aber vor einer endgültigen Entscheidung pro SPD-Antrag vor, erst einmal mehr über Details erfahren zu wollen. „Wir wissen nicht, über was wir hier beschließen, welche Wege betroffen sind und vor allem – was es kostet.“ Auch seine Fraktionskollegin Elke Mdidendorf merkte an, dass asphaltierte Radwege beispielsweise arbeitsintensiver seien, wenn es um das Schmutzkehren und den Winterdienst gehe und verwies an den Fachausschuss. Außerdem sei es so, dass man bei der geplanten Versiegelung bestimmter Flächen immer mehr darauf achte, dass dies möglichst nicht geschehe, und nun müsse man bei den Radwegen ebenso verfahren und genau prüfen, welche Folgen die Versiegelung haben könne. Auch die Grünen standen grundsätzlich hinter dem Antrag. Vorsitzender Hans-Joachim Wehmann bekundete gar, dass er „diesen Antrag, weg von der wassergebundenen Decke, gern selbst gestellt hätte und ihn als wunderbare Anregung“ wahrgenommen habe. Für Bürgermeister Roland Schäfer war der SPD-Antrag zunächst eine Grundsatzentscheidung, mit der er deshalb „keine Probleme habe“.

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