Archivar erläutert Geschichte im Naturschutzgebiet

dzGästeführer-Führung

Wer mit Stadtarchivar Martin Litzinger ins Naturschutzgebiet Mühlenbruch geht, lernt nicht nur die Natur kennen. Das erfuhren die Teilnehmer einer Rundwanderung.

von Coralie Nicolei

Weddinghofen

, 05.11.2018, 13:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Aufgeregtes Gemurmel – die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der geführten Rundwanderung durch das Wald- und Naturschutzgebiet „Mühlenbruch“ zum Gut „Haus Velmede“ erzählten sich schon zu Beginn der Führung Geschichten, die sie über die außergewöhnliche Tour gehört hatten.

Die Führung der Wanderung übernahm dabei Stadtarchivar Martin Litzinger, der den Teilnehmern allerlei Wissenswertes über die Geschichte des Stadtteils Weddinghofen, des Gutes Haus Velmede, des zugehörigen Privatfriedhofs und der Familie von Bodelschwingh sowie der früheren adligen Besitzerfamilien erzählte.

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Mühlenbruch-Führung

05.11.2018
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© Borys Sarad
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© Borys P. Sarad
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Das Naturschutzgebiet Mühlenbruch ist ein kleines altes Waldgebiet in Bergkamen, das westlich des Gutshofes Velmede zwischen der Lünener Straße und der Seseke gelegen ist.

Rund 20 Teilnehmer begaben sich am Wochenende mit dem Archivar auf eine Führung in die Vergangenheit. Mit Landkarten und Bildern veranschaulichte Litzinger seine Ausfürhungen und erklärte seinen Besuchern zugleich, dass viele Orte in Westfalen, wie der Mühlenbruch, Bruchlandschaften sind. Die entstehen, weil die Äcker durch den Bergbau abgesunken sind. „Den sumpfigen Untergrund nutzen aber auch die Pflanzen und Bäume“, erklärte Martin Litzinger weiter. So haben sich in dem Naturschutzgebiet Mühlenbruch etliche Orchideen angesiedelt.

Litzinger führte seine Begleiter jedoch auch an ganz zentrale Stellen im Waldkomplex. Etwa zum Grenzgraben, der früher Grundstücke voneinander trennte, bis hin in den Buchen-und Eichenwald, in dem 1943 ein britisches Flugzeug abstürzte.

Die Rundwanderung führte am Waldfriedhof der Familie von Bodelschwingh vorbei. An diesen grenzt im Osten ein schmaler, heute temporär wasserführender Bachlauf. In seinem Verlauf liegen mehrere Vertiefungen – Zeugen eines Mühlensystems vergangener Zeiten. Das Gut Haus Velmede ist seit 1634 im Besitz der Familie Bodenschwingh, es wird auf 800 Jahre alt geschätzt.

Litzinger hat die Führung durch den Mühlenbruch schon häufiger angeboten. Er will sein Angebot aber auch noch erweitern und plant deshalb auch eine Tour durch das Beversee-Gebiet.

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