Der erste Bauabschnitt der L 821n ist fertig, aber gesperrt, weil er im Nichts endet. Der Weiterbau stockt schon seit einigen Monaten. © Michael Dörlemann
Straßenbau

Arbeiten am zweiten Abschnitt der L 821n beginnen frühestens im April

Die Arbeiten an den drei Abschnitten sollten nahtlos an einander anschließen, damit die Straße schnell fertig wird. In der Realität verzögern sich die Arbeiten um mehr als ein halbes Jahr.

Eigentlich sollte sich der Bau des zweiten Bauabschnitts der L 821n gleich an den ersten anschließen. Der ist jedoch schon seit dem Spätsommer 2020 fertig – und bis der Bau des zweiten Abschnitts am anderen Ende der neuen Straße beginnt, werden noch einige Wochen vergehen.

Keine Kollision mit Bauarbeiten der GSW

Das ist auch der Grund, warum sich Projektleiter Sebastian Felgenhauer von Straßen NRW in Bochum noch nicht allzu viele Gedanken darüber macht, ob die Arbeiten an der L 821n mit den Arbeiten der Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) an einer neuen Gasleitung kollidieren könnten. Die GSW lässt die neue Leitung zurzeit in dem Bereich der Erich-Ollenhauer-Straße verlegen, in dem auch der Verkehrskreisel gebaut werden soll, von dem die L 821n abzweigt. „Wahrscheinlich sind die GSW fertig, wenn die Arbeiten an der L 821n wieder beginnen“, vermutet Felgenhauer.

Rodungsarbeiten für den zweiten Bauabschnitt hatte es bereits vor mehr als einem Jahr an der Erich-Ollenhauer-Straße gegeben. © Stefan Milk (Archiv) © Stefan Milk (Archiv)

Bisher sind die Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt zwar schon ausgeschrieben, aber noch nicht an ein Unternehmen vergeben. Die Bewerbungen liegen aber schon vor. Der Auftrag soll wahrscheinlich in den nächsten Tagen vergeben werden. Es ist nach Angaben des Projektleiters nicht unwahrscheinlich, dass diesmal ein anderes Tiefbauunternehmen den Auftrag bekommt als das, das den ersten Bauabschnitt der L 821n gebaut hat.

Unternehmen benötigt sechs bis acht Wochen Vorlauf

Er rechnet nicht damit, dass die Arbeiten schnell beginnen, sondern dass das Unternehmen eine gewissen Vorlauf benötigt. Den schätzt Felgenhauer auf etwa sechs bis acht Wochen. Wenn Straßen NRW den Auftrag tatsächlich Anfang März vergibt, würden die Arbeiten frühestens Mitte April beginnen. Das ohnehin verzögerte Verfahren dauert noch länger als gedacht: Im vergangenen Herbst war Straßen NRW noch von einem Baubeginn im März ausgegangen.

Ob die Arbeiten wie beim ersten Bauabschnitt mit dem Verkehrskreisel beginnen, konnte Felgenhauer nicht sagen. „Wir erteilen nur den Auftrag, den Straßenabschnitt zu bauen. Wie die Arbeiten organisiert werden, ist Sache des Unternehmens“, sagte er.

Der zweite Bauabschnitt soll bis zum Pantenweg reichen. So wie der erste soll er erst genutzt werden, wenn die Straße komplett fertig ist. Der dritte Bauabschnitt ist der Lückenschluss zwischen den beiden ersten Abschnitten über den Kuhbach hinweg. Er ist voraussichtlich der aufwendigste Abschnitt der neuen Straße, weil auch ein Bauwerk dazugehört, das den Kuhbach überspannt.

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Redaktion Bergkamen
Geboren 1960 im Münsterland. Nach dem Raumplanungsstudium gleich in den Journalismus. Mag Laufen, Lesen, Fußball und den BVB ganz besonders. An den Bergkamenern liebt er ihre Offenheit. Die Stadt ist spannend, weil sie sich im Strukturwandel ganz neu erfinden muss und sich viel mehr ändert als in anderen Städten.
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