Anwohner sorgen sich vor Baustellenverkehr zum Maiweg

dzNeubaugebiet

Am Maiweg wird gebaut. So etwas ist im Allgemeinen mit Dreck, Lärm und mehr Verkehr verbunden. Nun melden sich die ersten besorgten Anwohner. Der Bauherr versucht, sie zu beruhigen.

Bergkamen

, 13.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Maiweg rollen die Bagger für ein neues Baugebiet. Und das löst bei Anwohnern die Sorge aus, dass sie demnächst verstärktem Baustellenverkehr ausgesetzt sind. Ganz ohne Transporte lasse sich so ein Projekt natürlich nicht bewältigen, sagt der Architekt Bastian Geise. Er gehört zum Büro Hüls, Geise und Enkelmann (HGE), das die Fläche zwischen Nordfeldstraße, Heinrichstraße und Maiweg vermarktet.

Derzeit laufen die Erschließungsarbeiten für das Areal. Und die sieht Geise als Beleg dafür an, dass sich die Belastungen für die Anlieger in Grenzen halten: „Ein Drittel des benötigten Materials ist schon vor Ort.“ Bisher seien ihm keinerlei Beschwerden zu Ohren gekommen.

Baustellenverkehr soll über die Heinrichstraße rollen

Möglicherweise ändert sich das, falls sich nicht alle Baustellen-Transporteure an die Verkehrsregeln halten. Ein Teil des Baumaterials kommt nach Angaben von Geise von weiter her und wird über die Autobahn angeliefert. Der vorgesehene Weg, den die Transporteure nehmen sollen, führe über die Hauptverkehrsstraßen. Die Lastwagen sollen also über die Werner Straße nach Bergkamen kommen und dann über die Heinrichstraße zum Baugebiet am Maiweg fahren.

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Anlieger berichten allerdings, dass der Verkehr von der Autobahn gerne die Abkürzung durch die Bambergstraße nimmt und dann in die Straße Im Breil abbiegt, um in Richtung Heinrichstraße zu gelangen. Legal ist das nicht. Im Breil ist für den Durchgangsverkehr gesperrt und darf nur von Anliegern benutzt werden. Viele Fahrer ingnorierten die entsprechenden Schilder, sagen die Anwohner – und zwar nicht nur die von Autos: Die Anlieger sichten eigenen Angaben zufolge auch regelmäßig Laster auf ihrer Straße.

Bauherr hofft, dass Transporteure sich an die Regeln halten

Geht es nach Architekt Geise, dann werden die Zulieferer für die Maiweg-Baustelle diese Verkehrsverstöße vermeiden. Allerdings will er auch nicht die Verantwortung für alle schwarzen Schafe übernehmen: „Ich kann meine Hand nicht für jeden Spediteur ins Feuer legen.“

Die Menschen, die an der Heinrichstraße wohnen, müssen sich in etwa einem halben Jahr allerdings schon auf verstärkten Baustellenverkehr einstellen: Nach Abschluss der Erschließung sollen am Maiweg 36 Grundstücke mit Mehr-, Doppel- und Einfamilienhäusern bebaut werden. Am meisten davon betroffen sind natürlich diejenigen, die direkt am Maiweg und damit neben der Baustelle leben: „Dort stehen drei Häuser“, sagt Geise. „Mit den Bewohnern haben wir uns bereits verständigt“

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