An der Martin-Luther-Kirche rollen bald die Abrissbagger

dzBaufälliges Gebäude

Das ehemalige Jugendzentrum neben der Martin-Luther-Kirche ist nicht mehr zu retten, die Gemeinde hat den Abriss beschlossen. Bevor die Bagger kommen, muss sie ein Problem mit dem Strom lösen.

Bergkamen

, 21.02.2020, 15:51 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Tage des ehemaligen Kindergartens und Jugendzentrums neben der Martin-Luther-Kirche in Oberaden sind endgültig gezählt. Die evangelische Kirchengemeinde hat bereits Angebote von Abrissunternehmen eingeholt. Das Gebäude ist seit August geräumt und gesperrt, weil Risse in der Wand und andere massiven Baumängel aufgetreten waren. Allzu lange soll der Bau deshalb nicht mehr stehenbleiben, sagt Pfarrerin Sophie Ihne, die Vorsitzende des Presbyteriums.

Die Stromversorgung läuft durch das Gebäude

Allerdings muss vorher noch ein Problem gelöst werden, berichtet Artur Gallas aus dem Bauausschuss der Gemeinde: „Die Stromversorgung der Kirche und des benachbarten Gemeindezentrums laufen durch das Gebäude.“

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Ein Elektriker und die Gemeinschaftsstadtwerke meinen zwar nach Gallas Angaben, dass es technisch machbar sei, die Leitungen zu verlegen. Aber ganz billig kämen die Gemeinde das wohl nicht. Und auch für den Abriss muss sie tiefer in die Tasche greifen. Wobei der Abbruch als solcher gar nicht mal so teuer sei, meint Gallas: „Aber das Auseinandersortieren und deponieren der verschiedenen Stoffe ist ziemlich aufwendig.“

Neues Presbyterium tritt im März zusammen

Die Gemeinde will eigens einen Ausschuss gründen, der sich mit der Frage beschäftigen wird, wie es mit den Räumen für die Jugendarbeit weitergeht. Der hat seine Arbeit aber noch nicht aufgenommen. Die Mitglieder des neuen Presbyteriums stehen zwar schon fest. Denn weil es genauso viele Kandidaten wie zu besetzende Plätze gab, verzichtet die Gemeinde auf eine Wahl. Das Gremium wird allerdings erst am Sonntag, 22. März, in sein Amt eingeführt und kommt dann drei Tage später zur ersten Sitzung zusammen, sagt Ihne. „Dann werden auch die Ausschüsse besetzt.“

Die Martin-Luther-Gemeinde Bergkamen sucht noch immer einen Nachfolger für ihren ehemaligen Jugendreferenten René Puttler.

Die Martin-Luther-Gemeinde sucht noch immer einen Nachfolger für ihren ehemaligen Jugendreferenten René Puttler. © Niklas Mallitzky

Unter Zeitdruck sieht die Pfarrerin die Gemeinde allerdings nicht. Die Jugendgruppen treffen sich schon seit dem Sommer im Martin-Luther-Zentrum: „Das klappt ganz gut“, sagt Ihne.

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Gleichwohl hat die Gemeinde bei der Jugendarbeit noch eine andere offene Baustelle. Sie sucht nach wie vor einen Nachfolger für Jugendreferent René Puttler, der Ende vergangenen Jahres ausgeschieden ist. Nach vergeblichen Ausschreibungen bietet die Gemeinde jetzt sogar eine volle Stelle an. Bisher hat sich noch niemand beworben, sagt Ihne. Allerdings ist das Stellenangebot auch erst vor kurzem veröffentlicht worden, sodass potenziellen Bewerbern noch etwas Zeit bleibt.

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