An der Kamer Heide stinkt es nicht mehr und die Radler haben wieder freie Fahrt

dzAbschluss der Kanalbauarbeiten

Dass die Kanalbauarbeiten an der Kamer Heide abgeschlossen sind, haben nicht nur die Anwohner gemerkt, sondern auch Radler auf der Trasse: Sie müssen keine Umleitung mehr fahren.

Overberge

, 09.09.2019, 16:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Weg für die Radler und Fußgänger auf der Klöcknerbahntrasse kurz vor der Kamer Heide ist wieder frei: Die Kanalbauer haben ihre Arbeit Ende der vergangenen Woche abgeschlossen und die Absperrung zwischen der Kamer Heide und dem Asternweg abgebaut. Der Eigentümer der Kanalisation, der Stadtbetrieb Entwässerung (SEB) hat die Arbeiten zwar noch nicht offiziell abgenommen. „Aber das ist wohl nur eine Formsache“, meint Günter Basener vom SEB.

An der Kamer Heide stinkt es nicht mehr und die Radler haben wieder freie Fahrt

Diese Bild gehört der Vergangenheit an: Radler und Fuußgänger dürfen den Abschnitt der Zechenbahntrasse zwischen Kamer Heide und Asternweg wieder benutzen. © Stefan Milk


Kameraaufnahmen dokumentieren den Bauerfolg

Sein Urteil basiert durchaus auf Fakten, denn Basener hat bereits Aufnahmen einer Kamera gesehen, die das Ergebnis der Bauarbeiten dokumentieren. Und offenkundig ist Basener mit dem Gesehene zufrieden. Für die Anlieger der Kamer Heide bedeutet das, dass sie künftig nicht mehr mit Geruchsbelästigungen aus der Kanalisation rechnen müssen. Die waren in der Vergangenheit vor allem dann entstanden, wenn es wenig oder gar nicht regnete. Die Rohre hatten mit rund 1,80 Metern einen relativ großen Durchmesser. Das führte dazu, dass schon mal etwas liegen blieb, wenn nicht genug Wasser durch den Kanal floss.


Stadtbetrieb Entwässerung

Kanalbauarbeiten in Oberaden geplant

Der Stadtbetrieb Entwässerung (SEB) plant für dieses Jahr noch weitere Kanalsanierungsarbeiten in Oberaden: an der Sugambrerstraße. Vor allem an der Sugambrerstraße und an der Westfalenstraße müsse mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden, meint Günter Basener vom SEB.

Bauarbeiter installieren eine Rinne im Kanal

Die Mitarbeiter der Firma I + D Sanierungstechnik aus Bocholt haben eine so genannte Trockenwasserrinne aus Halbrohren am Kanalboden verlegt. Sie erzeugt den gleichen Effekt wie bei einem Fluss, dessen Bett man einengt: Das Wasser fließt schneller, die Strömung wird stärker – und im Kanal bleiben keine Feststoffe mehr liegen. Wie Basener berichtet, haben die Kanalbauer den Zeitplan so gut wie erfüllt. Sie sind ein paar Wochen später als vorgesehen fertig geworden, aber das hatte mit äußeren Umständen zu tun. Insbesondere damit, dass es während der Bauzeit, die im vergangenen November begonnen hatte, immer mal wieder stark regnete. Dann lief der Kanal voll und die Arbeiter mussten ihren Arbeitsplatz schleunigst verlassen.

Baupause wegen Krankheit

Im Sommer ruhte die Baustelle außerdem für eine Woche, weil mehrere I+D-Beschäfttige gleichzeitig krank wurden. Die Radler und Fußgänger auf der Trasse mussten während der Bauarbeiten einen Umweg über den Weißdorn- und den Asternweg nehmen. Das ist nun nicht mehr nötig. Und auch wenn die Bauarbeiten noch nicht ganz abgeschlossen sind, weil Bauhofmitarbeiter noch ein paar Grünschnittarbeiten am Rand des Weges nachholen müssen, rechnet Basener nicht damit, dass es noch einmal eine Umleitung geben wird: „Dafür müssen wir den Radweg nicht extra sperren.“

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