An der geplanten „Bergkamen Galerie“ gilt noch ein alter Vertrag

dzEinkaufszentrum

Bisher hat die Stadt mit der Interra AG noch keinen Vertrag geschlossen, wie die Umgebung des neuen Einkaufszentrums gestaltet wird. Die Stadtverwaltung sieht das gelassen, denn sie hat noch einen Vertrag.

Bergkamen

, 23.12.2019, 15:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als der Projektentwickler „Charterhaus“ vor einigen Jahren das Einkaufszentrum Turmarkaden kaufte und zur Berggalerie umbauen wollte, schloss die Stadt mit dem Unternehmen auch einen sogenannten „städtebaulichen Vertrag“. In dem Vertrag war all das geregelt, was die Baugenehmigung nicht regeln kann. Es ging zum Beispiel darum, wo die Zufahrten zum Einkaufszentrum an das öffentliche Straßennetz angeschlossen werden sollen und wie der Straßenraum um das Zentrum herum gestaltet wird.

Turmarkaden fast abgerissen, aber noch kein Bauantrag

Die Stadt ging damals davon aus, dass vor allem die Töddinghauser Straße und die Hubert-Biernat-Straße nicht so bleiben konnten, wie sie sind und wollte die Umgestaltung vorab festlegen. Auch Charterhaus hatte Wünsche: Das Unternehmen wollte den Rathaus-Kreisel umgestalten, weil sich dort nach seinen Plänen der neue Haupteingang zum Zentrum befinden sollte.

Der neue Eigentümer der Fläche, die Interra AG aus Düsseldorf, ist dem Augenschein nach schon deutlich weiter als Charterhaus. Mittlerweile ist der größte Teil des ehemaligen Einkaufszentrums „Turmarkaden“ abgerissen und Entwürfe, wie das neue Einkaufszentrum „Bergkamen Galerie“ aussehen soll, gibt es auch schon. Einen neuen städtebaulichen Vertrag gibt es aber noch nicht.

Diesen Zustand sieht die Stadt Bergkamen aber recht gelassen, wie Dezernent Marc Alexander Ulrich auf Anfrage mitteilt. In einem Punkt ist die Interra AG nicht so weit wie Charterhaus. Das Unternehmen hatte damals sogar schon eine Baugenehmigung.

Neuer Eigentümer musste alten Vertrag übernehmen

Die Interra AG ist aber nach Angaben ihres Geschäftsführers Alexander Dold noch dabei die genaue Planung für die Bergkamen Galerie zu erarbeiten. Es gibt zwar einen Entwurf, der eine Atrium-Bauweise vorsieht, bei der sich die Gebäude um einen zentralen Innenhof gruppieren, in dem es auch Parkplätze geben soll. Außerdem sehen die Pläne eine Tiefgarage vor, deren genaue Größe aber auch noch nicht feststeht, wie Dold sagte.

Deshalb gebe es auch noch keinen so belastbaren Entwurf, auf dessen Grundlage ein neuer städtebaulicher Vertrag erarbeitet werden könnte, teilte Ulrich mit.

Einen solchen Vertrag hat die Stadt ohnehin schon mit Interra: Das Unternehmen musste beim Kauf der Turmarkaden den Vertrag übernehmen, dden Charterhaus 2014 mit der Stadt geschlossen hat. Es dürfte im Interesse von Interra liegen, ihn an die aktuelle Planung anzupassen.

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