Aldi-Markt will größere Verkaufsfläche, das Sortiment soll gleich bleiben

dzGeschwister-Scholl-Straße

Der Aldi-Markt an der Geschwister-Scholl-Straße ist erst wenige Jahre alt. Jetzt will der Discounter seine Verkaufsfläche schon vergrößern. Die Stadt hat nichts dagegen, denn mehr Waren soll es nicht geben.

Bergkamen

, 12.02.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als der Aldi-Markt an der Geschwister-Scholl-Straße gebaut wurde, war dazu ein kompliziertes Vertragswerk notwendig: Die Stadt stellte eigens für den Discounter einen sogenannten „vorhabenbezogenen Bebauungsplan“ auf und schloss einen Vertrag mit dem Bauherrn KIG Kamps Immobilienverwaltung.

130 Quadratmeter zusätzlich

In diesem Vertrag ist eigentlich eine maximale Verkaufsfläche von 980 Quadratmetern festgelegt. Die will Aldi jetzt um rund 130 Quadratmeter erweitern. Die Stadt hat nichts dagegen, denn der Lebensmitteldiscounter will sein Sortiment nicht erweitern – und entsprechend fürchtet die Stadt auch keinen größeren Kundenansturm als bisher. Wie die stellvertretende Bergkamener Planungsamtsleiterin Christiane Reumke erläuterte, geht es lediglich darum, die Ware auf mehr Fläche anzubieten. Nach den modernen Verkaufsrezepten machten Händler die Regale niedriger, damit die Kunden einen bessern Überblick über das Angebot haben. Entsprechend mehr Regale benötigten sie.

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Discounter will Lager verkleinern

Außerdem sollen die Gänge breiter werden, damit auch ältere Menschen mit Rollatoren ausreichend Platz haben.

Nach Reumkes Angaben will Aldi auch nicht anbauen, um diese Pläne umzusetzen: Der Discounter will sein Lager verkleinern um die Verkaufsfläche zu vergrößern. Anbauen will er lediglich für den Bereich, in dem Backwaren frisch aufgebacken werden, teilte die Planerin mit.

Die Stadt geht deshalb davon aus, dass die Erweiterung nicht zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen auf der Geschwister-Scholl-Straße führt, die durch die Einzelhandelsunternehmen und das Ärztehaus stark belastet ist. An dem kurzen Straßenstück zwischen der Landwehrstraße und dem Roggenkamp befinden sich die Zufahrten zum Aldi-Markt, zum Globus-Baumarkt und zum Ärztehaus.

Außerdem kreuzt die Kuhbachtrasse für Fahrradfahrer und Fußgänger. Am Roggenkamp befinden sich weitere Parkplätze für den Einzelhandel, unter anderem für den Rewe-Markt.

Aldi-Markt will größere Verkaufsfläche, das Sortiment soll gleich bleiben

Die Straße ist stark belastet. Mitten im Verkehr zum Einzelhandel und einem Ärztehaus kreuzt der Kuhbachweg für Fahrradfahrer und Fußgänger die Geschwister-Scholl-Straße. © Stefan Milk

Straße schon stark belastet

Reumke räumt ein, dass die Straße dadurch stark belastet ist. Zurzeit ist die Belastung nach ihrer Ansicht noch vertretbar. Das könnte sich jedoch ändern, wenn auch das letzte freie Grundstück südlich des Ärztehause auch noch genutzt wird. „Dann müssten wie sicherlich überlegen, wie der zusätzliche Verkehr noch technisch passt“, sagte sie.

Sie wies auf Maßnahmen hin, die Straße zu entlasten – zum Beispiel durch die S20-Haltestelle und zusätzliche Fahrradstellplätze.

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