Ärztehaus in der Bergkamener City soll moderner werden

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Das Ärztehaus in der Bergkamener City ist in die Jahre gekommen und auch nach Ansicht der Ärzte nicht mehr zeitgemäß. Nachdem ein Umzug wohl gescheitert ist, planen die Eigentümer die Neugestaltung.

Bergkamen

, 18.06.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Ärztehaus am Zentrumsplatz war einmal so etwas wie ein Vorzeigeobjekt für die damals noch junge Stadt Bergkamen. Auf fünf Etagen bietet es Allgemeinmediziner, Fachärzte vom Chirurgen über eine Augenärztin bis zum Urologen, eine Apotheke und einen Hörgeräteakustiker. Patienten, die an einen Facharzt überwiesen wurden, müssen eigentlich noch nicht einmal das Gebäude wechseln, um den neuen Arzt aufzusuchen.

Damals war das große Ärztehaus auch so etwa wie der Ersatz für das eigene Krankenhaus, das die 50.000-Einwohner-Stadt nie hatte. Es war zwar schon einmal eine Fläche dafür vorgesehen. Gebaut wurde es aber nie.

Der Wegweiser zu den Ärzten vor dem Eingang wurde schon vor Jahren erneuert und modern gestaltet.

Der Wegweiser zu den Ärzten vor dem Eingang wurde schon vor Jahren erneuert und modern gestaltet. © Michael Dörlemann

Das einstige Vorzeigeobjekt ist in die Jahre gekommen

Mittlerweile aber ist das einstmals moderne Ärztehaus in die Jahre gekommen. Obwohl es einen neuen Fassadenanstrich, einen neuen Namen und einen modernen Wegweiser zu den Praxen bekommen hat, mutet es mittlerweile veraltet an und versprüht den Beton-Charme der 70er Jahre.

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Vor allem aber lässt sich nach Ansicht der Ärzte eine moderne Praxisorganisation nicht mehr in dem Gebäude umsetzen. Die Ärzte wünschen sich zum Beispiel eine gemeinsame Empfangstheke, die hell und freundlich gestaltet ist und die Patienten auf die passenden Praxen verteilt. Die Organisation soll ähnlich sein, wie sie im Gesundheitszentrum „PueD“ geplant ist, das auf Grimberg 3/4 entstehen soll.

Daher haben sie durchaus einen Umzug in das neue Einkaufszentrum geplant, das anstelle der benachbarten Turmarkaden entstehen soll. Es gab wohl auch schon Gespräche mit der Interra AG, die sich um die Vermarktung der Flächen im sogenannten Hybrid-Center kümmert.

Die Ärzte wünschen sich unter anderem einen modernen, zentralen und gemeinsamen Empfangsbereich für alle Praxen. Zurzeit ist dafür im Erdgeschoss kein Platz. Stattdessen herrschen dort noch die architektonischen Vorstellungen der 70er Jahre.

Die Ärzte wünschen sich unter anderem einen modernen, zentralen und gemeinsamen Empfangsbereich für alle Praxen. Zurzeit ist dafür im Erdgeschoss kein Platz. Stattdessen herrschen dort noch die architektonischen Vorstellungen der 70er Jahre. © Michael Dörlemann

Um- und Anbauten, um ein neues Konzept umzusetzen

Die Verhandlungen sind jedoch gescheitert, wie von einem Insider zu hören war. Dabei spielte dem Vernehmen nach nicht so sehr das Angebot für ein neues Gesundheitszentrum eine Rolle, sondern das Übernahmeangebot für das alte Ärztehaus. Die Ärzte und die anderen Nutzer sind Teileigentümer. Das Konditionen, zu denen Interra bereit gewesen wäre, das Gebäude zu übernehmen, passten wohl zumindest einem Teil der Eigentümer nicht. Mittlerweile ist klar, dass auch das Einkaufszentrum nicht so wie geplant gebaut werden kann.

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Eine neue Nutzung für das Gebäude zu finden, dürfte nicht einfach sein. Jetzt soll es bleiben, was es ist: Die Ärzte sollen mithilfe von Um- und Anbauten eine gründliche Neustrukturierung planen. Wann es so weit ist, ist noch offen: Zunächst müssen die 16 Teileigentümer unter einen Hut gebracht werden.

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