Vorsicht: Phishing-Mails kommen scheinbar aus dem Bergkamener Rathaus

dzmit Tipps

Ein Bergkamener erhielt kürzlich eine dubiose E-Mail. Absender soll ein Mitarbeiter der Stadt Bergkamen gewesen sein. Dabei verschickt die Stadt nur äußerst selten Mails.

11.10.2019, 15:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Anmekdung eines Hundes“. Das ist der Betreff einer E-Mail, die angeblich die Stadt Bergkamen verschickt haben soll. Absender soll ein a.schneider@bergkamen.de sein. „Bei uns gibt es nur einen M. Schneider“, sagt Bürgermeister Roland Schäfer. Vom Aufbau her könnte die E-Mail aber tatsächlich aus dem Rathaus kommen. „Die Adressen sind entweder funktions- oder namensbezogen“, so Schäfer.

Die E-Mail, die ein Facebook-Nutzer in der Facebookgruppe „Bergkamener Nachrichten“ veröffentlichte, ist also offensichtlich Fake – schon der Fehler im Betreff deutet darauf hin. Doch auch wenn jemanden eine E-Mail mit korrektem Betreff von der Stadt erreicht, ist Vorsicht geboten. „Wir verschicken grundsätzlich Briefe“, erklärt Schäfer. Doch es gibt auch Ausnahmen: Wenn ein Bürger sich per Mail mit einer Anfrage an die Stadt wendet, dann kann es auch vorkommen, dass die Verwaltungsmitarbeiter auf gleichem Wege antworten.

Stadt kann nur eingreifen, wenn sie informiert sind

Wer also keine Antwort per Mail erwartet, sollte die Post lieber nicht öffnen. „Keine Anhänge öffnen oder Links anklicken. Dahinter können sich Trojaner oder Viren verbergen“, weiß Schäfer. Oft würden die Absender irgendwo im Ausland sitzen.

Wenn Fake-Mails wie diese die Runde machen, dann wüsste die Stadt gern Bescheid. Nur wenn die Mail vorliegt, könne man herausfinden, was genau oder wer dahinter steckt. Doch dagegen anzugehen, bringe laut Schäfer nichts. In Sachen Cybersicherheit befinde sich Deutschland noch in der Entwicklung.

Der Facebook-Nutzer, der einen Hund „anmekden“ soll, hat sich laut Schäfer noch nicht im Rathaus gemeldet. Doch allein sein Post wird ihm nicht weiterhelfen. „Das bringt nichts, da kann ich nichts machen“, so Schäfer. Er brauche einen Anruf oder eine E-Mail.

Verbraucherzentrale warnt vor Phishing-Mails

Auch die Verbraucherzentrale warnt vor betrügerischen E-Mails. Sie gibt Tipps, wie man die die falsche Post entlarven kann. Der erste Hinweis trifft schon auf die E-Mail, die angeblich aus dem Bergkamener Rathaus kam, zu: Grammatik- und Orthografie-Fehler. Solche Mails seien am einfachsten zu durchschauen.

Auch Mails in fremder Sprache sollten skeptisch machen und auch wer mit „Sehr geehrter Kunde“ und nicht mit seinem eigenen Namen begrüßt wird, sollte die Mail ebenfalls besser löschen.

Übrigens ist der Bergkamener Facebook-Nutzer noch wegen einer ganz anderen Sache hellhörig geworden: Er besitzt gar keinen Hund.

Weitere Merkmale von Phishing-Mails gibt es auf der Internetseite der Verbraucherzentrale unter www.verbraucherzentrale.de.
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