Abriss-Unternehmer lässt die Stadt Bergkamen sitzen

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Eigentlich sollten die Abriss-Bagger am Museum längst rollen. Den Auftrag hatte die Stadt jedenfalls schon an ein Unternehmen vergeben. Das hat aber ganz offenkundig Besseres zu tun.

Bergkamen

, 09.12.2019, 17:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich hatte die Stadt den Auftrag für den Abriss des Museum-Nebengebäudes ja schon vergeben. Aber der Unternehmer ließ sich genau einmal blicken und ward dann nicht mehr gesehen. Nun braucht die Stadt einen anderen Abrissunternehmer. Immerhin muss sie keine neue Ausschreibung starten, erläutert Kulturdezernent Marc Alexander Ulrich: „Zum Glück hatten wir mehrere Bewerbungen.“

Nun kommt der Zweitplatzierte zum Zuge

Und nachdem der ursprüngliche Ausschreibungssieger alle Fristen verstreichen lassen und nicht auf das Erinnerungsschreiben aus dem Rathaus reagiert hat, kann Ulrich den Auftrag nun an den Zweitplatzierten vergeben. Vorausgesetzt, der hat freie Kapazitäten und ist bereit, zu den ursprünglich angebotenen Konditionen tätig zu werden. Aber Ulrich hat zumindest schon einmal vorgefühlt und ist recht optimistisch, dass er diesmal keinen Korb bekommt.

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Mit dem ursprünglichen Zeitplan wird es aber wohl nichts mehr. Eigentlich hatten Ulrich und der Leiter des Stadtmuseums, Mark Schrader, gehofft, dass der Zwischentrakt schon zum Oberadener Weihnachtsmarkt verschwunden sein wird. Der aber steht schon für das kommende Wochenende auf dem Programm.

Abrissbagger sollen spätestens im Januar rollen

Ulrich fände es allerdings auch nicht dramatisch, wenn der Abriss ins nächste Jahr verschoben würde. Wenn die Abbruchbagger erst einmal angefangen haben, dann brauchen sie vermutlich nicht mehr als ein bis zwei Wochen, um das marode Gebäude zu beseitigen. Allerdings sollten die Arbeiten nach den Vorstellungen des Dezernenten schon Anfang Januar starten.

Bekanntlich will die Stadt nach dem Abriss einen Neubau errichten, in dem unter anderem der neue Eingang und das Foyer des Stadtmuseums untergebracht werden sollen. Und auch diese Bauarbeiten müssen geplant werden: „Die Vergabe der einzelnen Gewerke hängt davon ab, wann das alte Gebäude abgerissen wird.“

Eine Folge der guten Baukonjunktur

Ulrich hofft natürlich, dass er bei der Vergabe der Aufträge für den Neubau nicht auch noch von den Unternehmen sitzen gelassen wird. Die Firma, die ursprünglich den Zuschlag den Abriss bekommen hatte, sei eigentlich bekannt und auch nicht ganz klein gewesen, meint Ulrich.

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Aber man spüre im Moment eben, dass die Baubranche bestens ausgelastet sei, sagt der Dezernent: „Das kommt es dann schon mal vor, dass Unternehmen Aufträge annehmen, die sie dann doch nicht erfüllen können.“

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