Abriss der Heideschule wahrscheinlich noch in diesem Jahr

dzWohngebiet Berliner Straße

Die Fakt AG will die ehemaligen Heide-Hauptschule bald abreißen, weiß aber noch nicht, wann die Bebauung des Geländes beginnt. Die Vermarktung der Flächen am westlichen Ende ist deutlich weiter.

Bergkamen

, 01.10.2019, 13:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die ehemalige Heide-Hauptschule an der Berliner Straße steht schon seit einigen Jahren leer. Das Schulgelände ist mit einem Bauzaun gesichert und an einigen Stellen haben die Gebäude schon Moos angesetzt. Der Abriss der ehemaligen Schule ist längst geplant, denn dort soll ein Wohngebiet entstehen, für das die Stadt schon einen Bebauungsplan aufgestellt hat.

Wann die ehemalige Schule abgerissen wird, darauf will sich Projektleiterin Janina Wrobel von der Fakt AG aus Essen aber noch nicht festlegen. Das Unternehmen hat das Schulgelände und die Fläche auf der gegenüberliegenden Seite der Berliner Straße gekauft. Ein eigens gegründetes Tochterunternehmen, die „Wohnpark Weddinghofen“, soll es vor allem für den Bau von Eigenheimen vermarkten. Wrobel geht zumindest davon aus, dass die ehemalige Hauptschule noch in diesem Jahr abgerissen und das Gelände anschließend für den Bau von Eigenheimen aufbereitet wird.

Abriss der Heideschule wahrscheinlich noch in diesem Jahr

Die Gebäude stehen schon seit einigen Jahren leer und verfallen mehr und mehr. An ihrer Stelle sollen Eigenheime entstehen. © Borys Sarad

Mehrfamilienhäuser und Eigenheime

Die Pläne der „Wohnpark Weddinghofen“, wie das Wohngebiet aussehen soll, sind schon sehr konkret. Direkt an der Berliner Straße ist der neue Awo-Kindergarten geplant und vier Mehrfamilienhäuser, die alle zweieinhalbgeschossig werden sollen. Alle Wohnungen sollen barrierefrei und damit senioren- und behindertengerecht werden. „Andere Wohnungen bauen wir gar nicht mehr“, sagt Wrobel. Von der Berliner Straße soll sich das Wohnen zu beiden Seiten mit zunehmender Entfernung gehobener entwickeln. Hinter den Mehrfamilienhäusern sind Reihen- und Doppelhäuser geplant, dahinter Stadtvillen und Bungalows. Ob die Bauherren die Häuser frei planen können oder ob sie von einem Bauträger gebaut werden, konnte die Projektleiterin noch nicht sagen.

Alle 21 Baugrundstücke sind verkauft

Die „Klaus Schirrmeister Planungs- und Wohnungsbau GmbH“ aus Unna, die den westlichsten Teil des Gebiets an der Straße „Am Hauptfriedhof“ vermarktet, ist schon deutlich weiter. Mittlerweile sind alle 21 Baugrundstücke verkauft und die Erschließung in Form einer Baustraße fertig, wie Inhaber Klaus Schirrmeister mitteilt. „Ich gehe davon aus, dass alle Käufer bis zum Ende des Jahres mit dem Bau beginnen“, sagt er.

Abriss der Heideschule wahrscheinlich noch in diesem Jahr

In dem Bereich an der Straße „Am Hauptfriedhof“ sind schon alle Grundstücke vermarktet. Der Bau vieler Häuser hat schon begonnen. © Borys P. Sarad

Erschließung auf Umwegen

Schirrmeister hatte sogar einige Probleme, weil sich auf den Fakt-Flächen noch nichts tut. Der Bereich, den er vermarktet, konnte nicht wie vorgesehen mit Versorgungsleitungen von der Berliner Straße aus erschlossen werden. Unter anderem musste Gelsenwasser seine Leitungen über die Straße „Am Hauptfriedhof“ verlegen. Dafür kommen die Häuslebauer dort in den Genuss eines Glasfaseranschlusses bis ins Haus. Schirrmeister hat ein Unternehmen gefunden, das in den bisher nicht mit einer Telefon- und Onlineversorgung ausgestatteten Bereich ein Glasfaserkabel mit 21 Adern verlegt hat – für jedes Haus eine.

Fakt AG hat viele Projekte

Wrobel begründet die Verzögerungen bei der Besiedlung der Fakt-Flächen vor allem mit dem enormen Wachstum des Unternehmens. Es gebe so viele verschiedene Projekte, dass es schwierig sei, sie alle gleichzeitig voranzutreiben.

In der Tat hat die Fakt AG allein in Bergkamen zwei weitere Projekte: Sie hat die ehemalige Bergbau-Berufsschule in Weddinghofen übernommen und in den „Fakt Campus“ umgewandelt. Außerdem hat sie das Begegnungszentrum „Schacht III“ in Rünthe von der Stadt übernommen und für eine neue Nutzung vermarktet.

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