Abriss der ehemaligen Heide-Hauptschule verzögert sich um weitere Monate

dzBaugebiet Berliner Straße

Eigentlich sollte die ehemalige Hauptschule schon längst abgerissen sein und Platz für eine Wohnsiedlung machen. Durch die gute Baukonjunktur gerät dieser Zeitplan ins Wanken.

Bergkamen

, 22.12.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die ehemalige Heide-Hauptschule an der Berliner Straße in Weddinghofen steht schon seit Jahren leer und setzt langsam Moos an. Eigentlich sollten die ehemaligen Schulgebäude schon längst abgerissen sein und Platz für ein neues Baugebiet machen.

Dass die Schule immer noch steht, hat etwas mit der momentan ungeheuer guten Konjunktur auf dem Bau zu tun, macht Projektleiterin Janina Wrobel von der Fakt AG deutlich. Das Essener Unternehmen hat das Schulgelände und die gegenüberliegende Brachfläche an der Berliner Straße von der Stadt gekauft. Dort soll eine neue, kleine Wohnsiedlung entstehen, mit Einfamilienhäusern und barrierefreien Eigentumswohnungen in einigen Mehrfamilienhäusern. Die Fakt AG hat dafür sogar ein eigenes Tochterunternehmen gegründet, die „Wohnpark Weddinghofen“.

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Schul-Abriss war eigentlich schon für dieses Jahr geplant

Noch vor wenigen Monaten hatte Wrobel auf Nachfrage mitgeteilt, dass der Abriss der Schule auf jeden Fall noch für dieses Jahr geplant ist. Das Jahr ist fast um und Wrobel muss die Aussage etwas revidieren. Wegen der guten Baukonjunktur sei es schwierig, geeignete Unternehmen zu finden, sagte sie jetzt auf Nachfrage. Deshalb habe das Unternehmen den Abriss auf 2020 verschieben müssen. Der Abriss ist jetzt erst für das erste Halbjahr des kommenden Jahres geplant. Bis die Heide-Hauptschule abgerissen ist, muss auch der Baustart auf den restlichen Flächen warten – auch in dem Bereich, der jetzt schon eine Brachfläche und damit eigentlich frei für eine Bebauung ist.

Abriss der ehemaligen Heide-Hauptschule verzögert sich um weitere Monate

In diesem Bereich soll der neue Kindergarten entstehen. Der Baubeginn wird vorgezogen. © B0rys Sarad

Bau des Awo-Kindergartens wird vorgezogen

Es gibt allerdings eine Ausnahme: Der Baustart für den neuen Awo-Kindergarten, der an der Berliner Straße geplant ist, soll vorgezogen werden. Wann der Bau beginnt, konnte die Projektleiterin jedoch nicht sagen.

Er wird von der Kreis-Siedlungsgesellschaft UKBS für die Awo gebaut und soll dabei helfen, den Mangel an Kindergartenplätzen zu beseitigen. Langfristig ist er als Ersatz für das Familienzentrum „Vorstadtstrolche“ an der Schulstraße geplant, das ebenfalls von der Awo betrieben wird.

Abriss der ehemaligen Heide-Hauptschule verzögert sich um weitere Monate

Im westlichen Teil des Baugebiets an der Straße „Am Hauptfriedhof“ sind die Arbeiten schon in vollem Gange. © Borys Sarad

Am westlichen Ende sind einige Häuser schon fast fertig

An anderer Stelle auf dem Baugelände sind die ersten Häuser schon im Bau und zum Teil sogar schon fast fertig. Das westliche Ende des Baugeländes an der Straße „Am Hauptfriedhof“ gehört einem anderen Eigentümer als die anderen Flächen und wird von dem Unnaer Unternehmen „Klaus Schirrmeister Planungs- und Wohnungsbau GmbH“ vermarktet. Das Unternehmen hatte schon vor Monaten alle 21 Baugrundstücke verkauft.

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