Abriss-Bagger schafft Platz für Neues am Stadtmuseum

dzAbbrucharbeiten beginnen

Viel ist von der ehemaligen Druckwerkstatt am Stadtmuseum nicht mehr zu sehen. Der Abriss-Bagger leistet ganze Arbeit. Er schafft Platz, damit am Stadtmuseum Neues entstehen kann.

Oberaden

, 08.01.2020, 17:29 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für die Firma Paul Kamrath GmbH ist der Abbruch-Auftrag am Stadtmuseum eine ziemlich kleine Nummer. „Wir können auch Gebäude abreißen, die zehn mal so groß sind“, sagt Diplom-Ingenieur und Projektmanager Andreas Kamrath. In Oberaden reicht dann allerdings ein einzelner Bagger. Der beseitigt den Zwischentrakt des Stadtmuseums, in dem früher die Druckwerkstatt untergebracht war.

Abbruch ist schon weit fortgeschritten

Nachdem die Kamrath-Leute das Gebäude am Montag und Dienstag leergeräumt und entkernt haben, hat der Baggerführer sein Abbruch-Werk am Dienstag begonnen. Und ist inzwischen ziemlich weit fortgeschritten.

Kamrath rechnet damit, dass die Arbeiten bis zum Freitag erledigt sind. „Vielleicht brauchen wir auch noch einen Teil der nächsten Woche“, meint er. Doch spätestens dann will die Firma der Stadt ein gewissermaßen besenreines Grundstück übergeben.

Abriss-Bagger schafft Platz für Neues am Stadtmuseum

So sieht der Entwurf für den Neubau aus, der auf der Fläche der abgerissenen Zwischentraktes am Museum entstehen soll. © Meier + Partner Architekten

Von dem maroden Nebengebäude des Museums wird nichts mehr übrig bleiben. Die Entsorgung der Trümmer ist allerdings vergleichsweise einfach, berichtet Kamrath. Seine Firma hatte auch das für den Abbruch notwendige Entsorgungsgutachten erstellt. Sonderlich viele Schadstoffe hat der Gutachter nicht gefunden: „Im Kitt einiger Fenster könnte Asbest enthalten sein“, sagt Kamrath. Deshalb landen die auf einer Sondermülldeponie in Dortmund-Lanstrop. Den übrigen Museumsschutt lässt Kamrath in eine Recycling-Anlage bringen, damit es wiederverwertet werden kann.

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Neubau mit neuem Museums-Eingang

Auch das bald freie Grundstück neben dem Museumshauptgebäude soll eine neue Verwendung bekommen. Dort soll der Neubau entstehen, der den Museumshaupteingang samt Foyer, ein Museumscafé und einen Multifunktionsraum für Veranstaltungen beherbergen soll. Der Entwurf von Architekt Markus Meier aus Hagen ist längst fertig, eine Baugenehmigung liegt wohl auch schon vor. Die Stadt kann deshalb nun beginnen, die notwendigen Aufträge auszuschreiben, so dass der Neubau womöglich noch in diesem Jahr fertig wird.

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Wann die Bauarbeiten beginnen, steht aber noch nicht fest. Zumindest gerät der Zeitplan dank der zügigen Kamrath-Arbeit nicht allzu sehr durcheinander. Eigentlich sollte der Abbruch schon im vergangenen Jahr erfolgen. Das Unternehmen, das die Ausschreibung eigentlich gewonnen hatte, ließ die Stadt aber sitzen. Womöglich war ihm das Auftragsvolumen zu gering. Andreas Kamrath sieht das anders: „Kleinvieh macht auch Mist.“

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