Abenteuerlustiges Trio aus Kamen segelt von der Marina aus um die Welt

dzProjekt „Blue Horizon“

Viele junge Leute wollen etwas von der Welt sehen. Ein Trio aus Kamen ist aber besonders reise- und abenteuerlustig: Die drei wollen die Welt umsegeln. Ihr Boot liegt schon in der Marina.

Bergkamen, Kamen

, 16.01.2020, 15:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jonas Manke, Thilo Ernst und Leonie Maßmann sind fast fertig mit ihrem Studium. Danach wollen sie etwas von der Welt sehen. So wie viele andere junge Menschen auch. Die wenigsten kaufen aber ein Boot, um damit um die Welt zu segeln. Das steht derzeit auf dem Landliegeplatz an der Marina in Rünthe. Wer mit Manke und Ernst über eine wacklige Leiter an Bord klettert sieht, dass das abenteuerlustige Trio noch eine Menge zu tun hat, um das gebrauchte Boot weltreisetauglich zu machen.

Die drei richten das Boot in Eigenarbeit her

Und zwar in Eigenarbeit. Dabei sind die drei, die alle aus Kamen stammen, weit davon entfernt, Bootsbau-Spezialisten zu sein. Manke studiert Architektur in Dortmund, Maßmann Sonderpädagogik in Köln, Ernst, der als Sportstudent in Essen eingeschrieben ist, kann immerhin eine abgeschlossene Ausbildung als Zimmermann vorweisen.

Abenteuerlustiges Trio aus Kamen segelt von der Marina aus um die Welt

Jonas Manke an Bord des Schiffes auf dem Trockenliegeplatz. © Johannes Brüne

Doch sie sind sicher, dass sie ihr Ziel erreichen. Auch dank der Tipps und der Hilfe, die sie von Segelprofis erhalten. „Deren Community ist im Internet ziemlich aktiv“, sagt Manke. Auch die angehenden Weltumsegler, die ihr Projekt „Blue Horizon“ getauft haben nutzen es. Sie unterhalten einen Blog unter der Adresse www.bluehorizonsailing.de und berichten auf ihrem You-Tube-Kanal regelmäßig mit Videos über den aktuellen Stand der Dinge.

Sogar an das Boot selbst sind sie über das Netz gekommen: „Wir haben es bei E-Bay gekauft“, berichtet Ernst. In den Niederlanden wurden sie fündig. So konnten sie ihr Schiff gleich einem Praxistest unterziehen - und sich selbst auch. Denn sie steuerten es aus dem Nachbarland in die Marina. Das hat offenbar Lust auf mehr geweckt.

Der Start ist für den Frühsommer geplant

Allerdings ist eine Kanaltour von Holland nach Bergkamen etwas völlig anderes als eine mehrmonatige Reise über die Weltmeere. Aber die drei sind optimistisch, dass das Schiff bis zum geplanten Start im Mai hochseetauglich sein wird. Sie vertrauen außerdem darauf, dass sie sich so gut kennen, dass sie auch die wahrscheinlich größte Herausforderung bestehen.

Abenteuerlustiges Trio aus Kamen segelt von der Marina aus um die Welt

Das noch namenlose Boot ist 11,66 Meter lang, 3,50 breit und hat einen Tiefgang von 1,70 Metern. © Johannes Brüne

Das Stahlboot ist 11,66 Meter und lang und 3,50 Meter breit, der Platz in den Kajüten ist extrem knapp. Wenn hier drei Menschen mehrere Wochen am Stück auf See verbringen wollen, dann muss die Chemie schon wirklich stimmen. Aber Jonas, Thilo und Leonie sind sicher, dass sie sich auch unter diesen Extrembedingungen verstehen werden.

Die Weltumsegler sind bei der „Boot“ in Düsseldorf

Zumal sie viel Zeit und Energie in ihr Projekt stecken – und auch Geld. 25.000 Euro hat das Boot gekostet. Für Studenten eine große Summe. Aber sie hätten eben sparsam gelebt, sagt Manke. Deshalb kann das Trio es sich jetzt auch leisten, auf Weltreise zu gehen.

Abenteuerlustiges Trio aus Kamen segelt von der Marina aus um die Welt

Unter Decke ist nur wenig Platz, die Chemie zwischen Jonas Manke und seinen Mitseglern muss also stimmen. © Johannes Brüne

Die Öffentlichkeitsarbeit ist dann auch Bestandteil der geplanten Weltumsegelung – online und offline. An diesem und am nächsten Wochenende reist das „Blue Horizon“-Trio zur „Boot“ nach Düsseldorf, um sich und ihre Weltumsegelungspläne vorzustellen. In der Fachwelt und -presse stoßen sie auf reichlich Resonanz.

Abenteuerlustiges Trio aus Kamen segelt von der Marina aus um die Welt

Thilo Ernst und siene Freund haben noch eine Menge zu tun, bevor das Boot hochseetauglich ist. © Johannes Brüne

Die schwierigste Aufgabe bestand vermutlich darin, der eigenen Familien und dem Freundeskreis zu erklären, dass sie demnächst die Welt umsegeln wollen. „Was ist das denn für eine Idee“ sei eine typische Reaktion gewesen, schilder Manke. „Aber unsere Familien stehen hinter uns.“ Ernst ergänzt: „Viele sagen, dass sie ganz es ganz toll finden, was wir vorhaben

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