56-jähriger Bergkamener nach Ohrfeige für einen Jungen verurteilt

dzGerichtsprozess

„Eine Ohrfeige hat noch niemandem geschadet“, hieß es früher. Die Zeiten haben sich geändert – und eine Ohrfeige gilt heute als Körperverletzung. Das weiß jetzt auch ein 56-jähriger Bergkamener.

von Jana Peuckert

Bergkamen

, 26.08.2020, 11:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

Kinder geraten immer mal wieder aneinander – so auch im Falle eines Zehn- und eines Zwölfjährigen in Bergkamen. Doch ihre Auseinandersetzung endete für einen Mann mit einer Geldstrafe von 1800 Euro wegen Körperverletzung. Was war passiert?

Am 24. November 2019 trafen die beiden Jungen in einer Wohnsiedlung in Bergkamen aufeinander. Es kam zum Streit, in dessen Verlauf der Zehnjährige sein Gegenüber verprügelt haben soll. Das sah ein Mann und entschied sich, dazwischen zu gehen, da sich der Sohn seiner Lebensgefährtin nicht zur Wehr gesetzt haben soll. Also soll der 56-Jährige das Ruder in die Hand genommen und dem Zehnjährigen eine harte Ohrfeige versetzt haben.

Angeklagter soll sich eingeschlossen haben

Ein Nachbar, der das Geschehen mitbekam, griff sofort ein. Der 56-Jährige soll daraufhin in seine Wohnung geflohen sein und diese verriegelt haben. Lautstarken Aufforderungen, herauszukommen, kam er nicht nach.

Am Amtsgericht Kamen sollte dem Mann nun der Prozess gemacht werden. Doch der Bergkamener erschien nicht. Vor einer Strafe bewahrte in das aber nicht: Der Richter verurteilte ihn in Abwesenheit mittels Strafbefehl zu 1800 Euro Geldstrafe. Dagegen kann der Angeklagte allerdings noch Einspruch einlegen.

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