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18-Jähriger schweigt zu den Vorwürfen der sexuellen Belästigung

Gericht

Ein 18-Jähriger aus Bergkamen soll eine Frau massiv sexuelle belästigt haben. Bei der Gerichtsverhandlung verweigert der Angeklagte jede Aussage. Für das Opfer hat das unangenehme Folgen.

von Sylvia Mönnig

Bergkamen

, 11.01.2019 / Lesedauer: 2 min
18-Jähriger schweigt zu den Vorwürfen der sexuellen Belästigung

Das Amtsgericht konnte noch kein Urteil über einen 18-Jährigen fällen, der eine Frau sexuell belästigt haben soll. © dpa

In Lünen soll ein Bergkamener eine Spaziergängerin auf massive Art belästigt haben. Nun befasste sich das Kamener Amtsgericht mit dem Vorwurf gegen den 18-jährigen Bergkamener – und das nicht zum letzten Mal.

Der Zwischenfall soll sich am Nachmittag des 20. Juni ereignet haben. Laut Anklage war die Geschädigte mit ihrem Hund unterwegs, als sie auf den jungen Bergkamener traf. Der, so lautete der Vorwurf, sprach sie an, stellte sexuelle Forderungen und fasste sie anschließend auch an. Die Spaziergängerin wehrte ihn ab und ging weiter. Doch der Angeklagte folgte ihr und nahm dabei außerdem noch sexuelle Handlungen an sich selbst vor.

Doch das ist nicht das Einzige, was dem 18-jährigen Bergkamener vor dem Kamener Amtsgericht zur Last gelegt wird: Er soll zudem am 17. September des vergangenen Jahres schwarz mit der Bahn von Coesfeld nach Münster gefahren sein.

Wegen sexueller Belästigung und Erschleichens von Leistungen sollte sich der junge Bergkamener nun in Kamen verantworten. Doch nach der Verlesung der Anklageschrift hatte er dem Jugendrichter nicht viel zu sagen. Er äußerte lediglich: „Ich möchte hier keine Aussage machen.“

Dieses Schweigen bescherte der Verhandlung ein jähes Ende. Das Verfahren musste ausgesetzt werden und wird demnächst neu aufgerollt – mit der betroffenen Spaziergängerin im Zeugenstand. Ein Gang, den ihr ein Geständnis hätte ersparen können.

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