13,7 Gramm Haschisch und Marihuana: Kamener muss in Haft

von Jana Peuckert

Kamen

, 12.07.2019 / Lesedauer: 2 min

„Wer Scheiße baut, muss dafür gerade stehen. So ist das“, zeigte sich ein Angeklagter im Amtsgericht Kamen einsichtig. Der 31-Jährige war am 14. März gegen 19 Uhr am Busbahnhof in Bergkamen von der Polizei durchsucht worden. Tatsächlich wurden die Beamten fündig. Sie stellten elf Klemmverschlusstütchen mit insgesamt 10,3 Gramm Haschisch (Harz der Hanfpflanze) und weitere vier Tütchen mit insgesamt 3,4 Gramm Marihuana (getrocknete Blüten der Hanfpflanze) sicher. „Es war meins“, gab der Angeklagte einen Eigenkonsum zu. Im Alter von 15 Jahren habe er erstmals Kontakt mit Drogen gehabt. Seitdem sei er trotz 26-wöchiger Therapie nicht mehr davon losgekommen. Jetzt wolle er aber aufhören. Er müsste sogar, weil er einen Führerschein machen wolle. Dieses Vorhaben könnte sich noch etwas verschieben. Der Richter verurteilte den Bergkamener nämlich zu fünf Monaten Haft. Für eine Aussetzung der Strafe zur Bewährung sah der Vorsitzende keinen Grund. Schwer auf die Füße fielen dem Angeklagten seine zwölf Eintragungen im Vorstrafenregister. Neben Körperverletzung, Sachbeschädigung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis war der 31-Jährige auch schon mehrfach wegen Drogendelikten ins Visier der Justiz geraten. Das brachte ihm bereits einige Monate im Gefängnis ein. Zur Tatzeit befand sich der Bergkamener unter laufender Bewährung. Ein weiterer Punkt, der gegen eine erneute Chance sprach. Rechtskräftig ist das Urteil noch nicht. Sowohl der Angeklagte, als auch die Staatsanwaltschaft können Rechtsmittel gegen die Entscheidung einlegen und das Verfahren damit in die nächsthöhere Instanz hieven.

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