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Zwei Wochen lang nächtliche Sperrungen rund um den Verkehrsring in Unna

dzKanalsanierung

Die Stadtbetriebe lassen Abwasserkanäle im Innenstadtring sanieren. Zwei Wochen lang werden nachts Fahrspuren gesperrt. Das wichtigste Werkzeug ist Licht, damit alles schnell geht.

Unna

, 13.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Autofahrer, die zu später oder zu besonders früher Stunde rund um die Innenstadt unterwegs sind, müssen sich für die kommenden zwei Wochen auf Verkehrsbehinderungen einstellen. Die Stadtbetriebe lassen marode Abwasserkanäle unter der Straße sanieren.

Die Arbeiten sollen immer abends um 18 Uhr beginnen und jeweils am kommenden Morgen um 5 Uhr beendet werden. Jeweils zwei Fahrspuren müssen gesperrt werden. „Rechtzeitig, bevor der Berufsverkehr beginnt, ist der Ring wieder frei“, verspricht Projektleiter Thomas Matter. Der erste Bauabschnitt der Wanderbaustelle ist am Beethovenring. Stück für Stück geht es weiter bis zur Morgenstraße.

Vorarbeiten Ende April

Ende April hatten Bauarbeiter bereits vorbereitende Arbeiten erledigt. Mit einer Fräsmaschine wurden unterirdisch Kanten oder Wurzeleinwüchse in den bestehenden Kanälen entfernt. Nun werden künstliche neue Rohre eingeführt. Das Verfahren ist in Unna schon an anderen Stellen zum Einsatz gekommen, ist in diesem Fall aber doch speziell.

Um Kosten und Aufwand zu sparen, werden die Straßen nicht aufgegraben. Stattdessen arbeitet sich die beauftragte Firma von Kanalschacht zu Kanalschacht. Spezielle Kunststoffschläuche werden jeweils durch einen Schacht in den alten Kanal eingeführt. Wenn die Schläuche ausgehärtet sind, ist ein neues Rohr fertig. Die Fachleute sprechen vom „Inliner“-Verfahren.

UV-Licht arbeitet schneller als Wasser

In der Regel werden die Spezialschläuche zum Aushärten gebracht, indem warmes Wasser hindurchgeleitet wird. „Dafür haben wir aber in diesem Fall keine Zeit“, sagt Matter. Das Wasser müsse bei dem sonst auch in Unna praktizierten Verfahren auf exakt 90 Grad erhitzt und bei dieser Temperatur gehalten werden. Dann müsse es kontrolliert wieder abgekühlt werden, damit sich im neuen Rohr keine Risse bilden. Die Gefahr bestehe nun darin, dass sich bei einem dieser Arbeitsgänge etwas verzögert. Abgebrochen werden dürfe er aber nicht. Und so müsste notfalls nach 5 Uhr weitergearbeitet werden, wenn die Straße eigentlich schon wieder freigegeben werden soll.

Nun wird der Schlauch anders gehärtet: mit Licht. Ein kleiner Wagen mit besonders starken UV-Leuchten fährt in den noch schlaffen Schlauch. Das Licht wird eingeschaltet und lässt das Gewebe aushärten. „Das geht schnell“, sagt Matter. Er ziehe zwar eigentlich das Aushärtungsverfahren mit Wasser vor, weil die dabei entstehenden Rohre etwas flexibler seien. Mit Licht gehärtete seien aber genauso stabil, versichert Matter.

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