Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Zonta-Club Hamm/Unna unterstützt bedürftige Seniorinnen

Zonta-Club Hamm/Unna

Es sind oft relativ kleine Dinge, die ältere Frauen nicht selbst finanzieren können, die für ihr Leben aber wichtig sind. Der Zonta-Club Hamm/Unna hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Seniorinnen zu helfen und dafür das Projekt „Herbstzeit“ auf den Weg gebracht.

Unna

29.06.2018 / Lesedauer: 3 min
Zonta-Club Hamm/Unna unterstützt bedürftige Seniorinnen

Mit perfekter Körperbeherrschung begeisterten die „Acros on Tour“ bei der Gala „Zonta meets Circus“. Die brachte im März im Circus Travados 8000 Euro Reingewinn ein.Archiv © UDO HENNES

Wie wichtig und zugleich wertvoll das ist, hat der Zonta-Club in den vergangenen Jahren erfahren, wenn er Frauen über die Ökumenische Zentrale (Diakonie und Caritas) in Unna oder die Caritas in Hamm helfen konnte.

„Viele Frauen haben oft nur eine sehr kleine Witwenrente“, weiß Christa Sonntag, Erste Vorsitzende des Zonta-Clubs. Sie verweist darauf, dass sich Frauen ihre Rente früher oft haben auszahlen lassen, um etwas zum Hausstand beitragen zu können. Sie selbst waren anschließend oft geringfügig beschäftigt und haben damit keine Rentenansprüche erworben. „Die Wohnungen, in denen sie leben, sind oft klein, aber knapp über der Grenze, bei der sie zumindest noch Wohngeld bekommen könnten“, berichtet Sonntag.

So geraten viele Frauen in finanzielle Not. Zugleich empfinden viele Frauen Scham, über ihre Situation zu sprechen, weiß Zonta-Vorstandsmitglied Christiane Streßig. Schon deswegen sind die Sozialverbände wichtige Partner in dem Projekt.

Jetzt aber will Zonta neue Wege beschreiten. Künftig sollen auch Hausärzte die Brücken bauen, wenn es um wichtige Hilfen geht. „Hausärzte haben oft ein sehr vertrauensvolles Verhältnis zu den Frauen, kennen deren Situation“, berichtet Heike Stolte vom Zonta-Projektkomitee. Sie betont, dass die Ärzte selbst den Kontakt mit Frauen suchen sollten, die für das „Herbstzeit“-Projekt infrage kommen könnten. Das sei nicht Aufgabe der Arzthelferinnen.

Bislang hat der Zonta-Club rund 40 Frauen geholfen. In der Regel liegen die Unterstützungsbeiträge pro betroffener Seniorin bei bis zu 200 Euro, in einzelnen Fällen können es aber auch mal 300 Euro werden. Die Palette der Hilfeleistungen ist dabei vielschichtig. Ein paar Beispiele:

Eine Frau konnte die Tierarztrechnung für ihren kleinen Hund nicht selbst bezahlen.

Eine andere Frau hat einen Badewannengriff bekommen, dessen Finanzierung die Krankenkasse abgelehnt hatte.

Eine in einem Seniorenheim lebende Frau hat einen Taschengeldzuschuss bekommen.

Eine Seniorin hat einen Zuschuss für eine Korrektionsbrille erhalten.

Um solche Dinge möglich zu machen, plant Zonta immer wieder eigene Veranstaltungen. Besonders erfolgreich ist dabei die Gala „Zonta meets Circus“ im Circus Travados. Allein dort kam im März ein Reinerlös von 8000 Euro heraus. 1700 Euro davon wurden noch vor Ort in Spendenhüten gesammelt.

www.zonta-hamm-unna.de

Lesen Sie jetzt