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Zahl der Asylsuchenden in Unna-Massen nimmt weiter ab

dzErstaufnahmeeinrichtung

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Zahl der Asylsuchenden, die in der Erstaufnahmeeinrichtung Unna-Massen angekommen sind, ist im Jahr 2018 erneut gesunken.

Unna

, 14.05.2019 / Lesedauer: 2 min

Syrien, Iran, Irak – die Herkunftsländer der insgesamt 6743 Menschen, die in der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) Unna-Massen 2018 registriert wurden, liest sich wie eine Liste von Krisenländern. Insgesamt zeigt die Statistik für das vergangene Jahr aber, dass erneut weniger asylsuchende Menschen kamen.

Im Jahr 2017 wurden in der EAE noch 7537 Menschen registriert, die Tendenz ist somit fallend. Zu Spitzenzeiten 2015 zählten die Mitarbeiter in einem halben Jahr alleine 15.970 Personen.

Zahlen gehen seit Jahren zurück

Von diesen Zahlen ist man in Massen inzwischen wieder weit entfernt. Unerwartet ist die Entwicklung nicht. Die Zahl der Flüchtlinge, die insbesondere aus Kriegsländern in Deutschland ankommen, ist seit Jahren deutlich gesunken. Ein Grund dafür ist, dass die Balkanroute als Fluchtweg geschlossen wurde und durch das Türkei-Abkommen der Europäischen Union viele Flüchtlinge schon dort gestoppt werden. Hinzu kommt, dass Länder wie Italien oder Malta ihre Häfen immer häufiger nicht mehr für Schiffe öffnen, die Flüchtlinge im Mittelmeer vor dem Ertrinken gerettet haben.

„Die meisten Menschen kamen 2018 aus Syrien, dem Iran, dem Irak und aus den Westbalkan-Staaten in die Erstaufnahmeeinrichtung“, erklärt EAE-Leiter Frank Hoose.

Die Erstaufnahmeeinrichtung in Unna-Massen wird vom Kreis im Auftrag und auf Kosten des Landes betrieben. 13 feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung sowie zwei Unterstützungskräfte der Bezirksregierung Arnsberg bildeten die gesamte Belegschaft, als der Betrieb im Juli 2015 dort aufgenommen wurde. Inzwischen ist der Stellenbestand auf 23 angewachsen.

Registrierung ist die Hauptaufgabe

Hauptaufgabe der Erstaufnahmeeinrichtung ist die Registrierung, also die Ersterfassung der persönlichen Daten und die Identitätsfeststellung mittels elektronischem Fingerabdruckverfahren von asylsuchenden Personen, sowie die Zuführung zum Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

Von der EAE aus werden Asylsuchende dann nach festgelegten Kriterien an die Kommunen verteilt. Das bedeutet auch, dass die Asylsuchenden in der Regel nur eine sehr kurze Zeit in der Erstaufnahmeeinrichtung verbringen.

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