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Das Stadtfest stellt die erfahrenen Organisatoren vom Stadtmarketing vor große Herausforderungen. Dass die Abfallentsorgung in Sachen Sicherheit eine besonders große Rolle spielt, dürfte viele Menschen überraschen.

von Stephanie Tatenhorst

Unna

, 04.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Noch knapp vier Wochen, dann wird in Unna das Stadtfest gefeiert. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, an vieles muss bei den Planungen gedacht werden. Dazu gehören auch die Fragen zur Müllentsorgung, denn die hat auch für das Sicherheitskonzept zum Stadtfest eine enorme Bedeutung.

Einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Festes leisten die Verkaufsstände mit kulinarischen oder anderen Angeboten. Was allerdings kaum jemand bedenkt: Deren Waren sind zunächst verpackt, bevor sie über die Theke gereicht werden. Und je größer die Nachfrage, desto mehr Nachschub muss an die Stände gebracht werden, und desto mehr Müll entsteht.

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Dass sich Pappkartons im Bereich hinter den Buden stapeln, ist aus Sicherheitsgründen nicht zulässig. Eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe, schon kann ein Papierhaufen in Brand geraten und für ein Feuer im Menschenpulk sorgen. Nicht auszudenken, was dabei passieren könnte. Außerdem müssen die Organisatoren hinter den Ständen entlang gehen können, um schnell von A nach B zu kommen. „Die Standbetreiber müssen ihren Müll daher irgendwie in ihrem Stand lagern und dafür sorgen, dass nichts passiert“, erklärt Michael Nicolaiciuc vom Stadtmarketing.

Was genau sie beachten müssen, erfahren sie Händler durch ein Merkblatt, das vom Stadtmarketing verteilt wird. „Das klappt in letzter Zeit auch ganz gut“, kann Nicolaiciuc Positives aus der Erfahrung berichten. Kommt es zu Problemen, sprechen zunächst die Sicherheitsbeauftragten der jeweiligen Abschnitte mit den Händlern. Fruchten die Ermahnungen nicht, sind Nicolaiciuc und seine Kollegen gefragt: „Wir können eine andere Sprache sprechen. Wenn sich die Händler nicht an Verträge halten, dann war’s das für sie. Dann gibt es kein Wiederkommen.“ Das reiche oft als Argument.

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Seitens des Stadtmarketings als Organisator des Stadtfests gibt es aber nicht nur Auflagen, sondern auch Hilfestellungen. An der Mühle Bremme werden eigens Müllmulden aufgestellt, in denen die Händler ihre Abfälle und Verpackungsmaterialien unmittelbar nach dem jeweiligen Tagewerk entsorgen können. „Wir haben vier Container, zwei für Restmüll, einen für Pappe, einen für Glas“, sagt Nicolaiciuc. Ähnliches gilt für Veranstaltungen wie die Festa Italiana. Weil dort aber mehr Wein getrunken wird, muss dann dem höheren Glasanteil im Müll Rechnung getragen werden.

„Nach Veranstaltungsende sind die Container zwei Stunden lang geöffnet. Wir haben die Hoffnung, dass das Zeitfenster für jeden Standbetreiber ausreicht“, erläutert Nicolaiciuc. Das klappe immer besser, obwohl der Erste am nächsten Morgen noch immer Dinge in die Container laden müsse, die im Laufe der Nacht davor abgestellt wurden, weil die Container verschlossen waren.

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