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Vor den Ostertagen rockten die Jugendlichen traditionell den Schalander

dzOsterrock der Jugendkunstschule

Am Donnerstag fand das Abschlusskonzert des Osterrock der Jugendkunstschule im Schalander statt. Eine Woche lang haben die Musiker dafür auf Hochtouren geprobt.

von Kyra Molinari

Unna

, 21.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Wenn Jugendliche in Unna musikalisch zu Ostern wieder sehr aktiv werden, dann steht traditionell der Osterrock der Jugendkunstschule (JKS) vor der Tür. Oder, wie er dieses Jahr heißt: Oster-Röckchen. „Das ist ein kleiner Insider-Witz von uns. Sonst hieß es ja Osterrock, dieses Jahr ist das ganze eine Nummer kleiner und heißt daher offiziell Oster-Bandcoaching“, erkläutert Sabine Miermeister von der JKS. Und inoffiziell ist es eben ein kleiner Rock, ein Röckchen.

Knapp 20 Jahre lang kannte man den Osterrock in seiner alten Form, mit circa fünf Combos und vielen Teilnehmern. Dieses Jahr haben sich ein paar Jugendliche weniger angemeldet, das kommt der JKS und vor allem den teilnehmenden Jugendlichen aber eigentlich entgegen, meint Miermeister: „Wir haben jetzt zwei Coaches und die können sich viel intensiver auf die Teilnehmer konzentrieren, weil es eben weniger sind.“

Vorbereitung in drei Proberäumen

In drei kleinen Probenräumen geben die jungen Musiker im Vorfeld alles, um am Donnerstag auf der Bühne perfekt abzuliefern, das hört man bereits an der Eingangstür. Von oben schallt einem der Gesang von Anakristin Schulze schon von weiten entgegen, sie singt „Numb“ von der amerikanischen Rockband Linkin Park entgegen. Mit ihrer kräftigen Stimmte verpasst sie dem Song ihren eigenen Stempel. Bandcoach Fabian Ostermann ist mit im Raum, sitzt am Bass und unterstützt die jungen Bandmitglieder Benno Harnischmacher, Tabea Mönkebüscher, Oskar Kohnert, Ben Knoche und natürlich Anakristin Schulze.

„Viele Bandmitglieder sammeln hier ihre ersten Erfahrungen in einer Band“, sagt Miermeister. Und das hört man der frisch entstandenen Band fast nicht an: Manchmal hakt es etwas, aber bis zum Konzert am Donnerstag ist noch genug Zeit, um das auszubügeln.

Im Erdgeschoss versuchen sich die Jüngeren an einem echten Rockklassiker. Bereits die ersten Takte des Basses nehmen den Zuhörer richtig mit - die Jungs stimmen „Should I stay or should I go“ von The Clash an. Am Schlagzeug gibt Tom Koloß alles, Noah Holz übernimmt Bass und Gesang. Theo Lukas trägt seinen musikalischen Teil am Keyboard bei und Marius Tilly ist spielt den zweiten Bass. Er coacht die Jungs, sodass sie den Klassiker am Donnerstag richtig auf der Bühne rocken.

Coaches beherrschen mehrere Instrumente

Und wie passt das zusammen, so viele Instrumente, aber nur zwei Coaches? Ganz einfach: „Die Coaches spielen beide mehrere Instrumente. Denn der Instrumental-Unterricht fällt dieses Jahr weg, die beiden müssen also als Allround-Talente fungieren“, erklärt Sabine Miermeister. Durch die Bandcoaching-Woche möchte die Jugendkunstschule neue Teilnehmer für die wöchentlichen Bands generieren.

Zwei Bands, die am Donnerstag auftreten, sind selber so entstanden: Während des Osterrocks haben sie erste Erfahrungen gesammelt, dann in den wöchentlichen Proben zusammen geübt und sind nun schon selbstständig.

Küken neben alten Hasen

„The Patchwork Band“ wird seit zwei Jahren von der Jugendkunstschule angeleitet, und auch „Bad dreams“ haben hier angefangen. Die beiden Bands unterstützen dieses Jahr den Osterrock, da durch die geringe Teilnehmerzahl sonst kein abendfüllendes Programm auf die Beine zu stellen wäre.

Und so werden am Ende der Probenwoche die „Küken“ neben den „alten Hasen“ auf der Bühne stehen und zeigen, welche Erfahrungen sie sammeln konnten, was sie in Sachen Rock draufhaben und wohin sie ihr weiterer Weg vielleicht führt. Ein gemeinsames Lied werden die Bands zusammen spielen, anschließend gehen die Musiker in ihre Bands zurück. Und dann wird gerockt!

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