Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Vier Jahre verschenkt

dzKommentar der Redaktion

Die Zukunft der Eishalle steht nicht jetzt auf dem Spiel – sie hätte spätestens vor vier Jahren geregelt werden müssen. Ein Kommentar.

Unna

, 17.07.2018 / Lesedauer: 2 min

Wer in eine Sache investiert, tut dies, weil er daran glaubt. Geld in die Hand zu nehmen, um ein Gebäude schöner oder moderner zu machen, das macht niemand ohne das Wissen, dass er von diesem Gebäude selbst noch lange profitieren wird. Was passiert, wenn die Zukunft eines Gebäudes über Jahre hinweg im Unklaren bleibt, zeigt sich gerade eindrucksvoll am Beispiel der Eissporthalle.

Seit 2014 wird geprüft, begutachtet, wieder geprüft, werden Zahlen genannt und wieder verworfen, nur eines versäumen die Beteiligten: Die Zukunft der Eissporthalle zu regeln. Im September 2014 äußern Kuchnias den Wunsch, die Halle zu erwerben. Was für die Pächterfamilie den Übergang vom Pächter zum Eigentümer bedeutet hätte, wäre für die WBU eine Lösung gewesen, das Gebäude samt seines Investitionsstaus loszuwerden.

Tatsächlich wird dieser Weg geprüft – vier Jahre lang, immer wieder. Wieso haben sich diese Gespräche über vier Jahre hingezogen?

Vier Jahre, in denen der Investitionsbedarf einer fast 40 Jahre alten Eishalle erwartungsgemäß noch stieg. Vier Jahre der Ungewissheit, in der verständlicherweise die Pächter keine großen Investitionen vornehmen wollen, so lange nicht klar ist, ob sie in „ihre“ Halle investieren oder sie einem Nachfolger das Feld bereiten. Die Situation, wie sie sich heute darstellt, hätte verhindert werden können. Denn schon vor vier Jahren wäre – spätestens – der Zeitpunkt gewesen, die Zukunft der Eissporthalle zu regeln. Stattdessen wurde vier Jahre lang viel begutachtet, oft aneinander vorbei geredet und vieles vertagt.

Jetzt ist es vermutlich zu spät, zu investieren. Man investiert in Sachen, an die man glaubt. Das scheint mit Blick auf die Eissporthalle innerhalb der Stadtverwaltung und der Politik in den vergangenen Jahren nie der Fall gewesen zu sein.

Das ist die bittere Erkenntnis, die in der Eishallen-Affäre mehr und mehr zutage tritt.

Lesen Sie jetzt