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Viel Bewegung im „Stadttor“ an der Unnaer Wasserstraße

dzEigentümerwechsel

Im Torgebäude zur Innenstadt an der Wasserstraße gerät einiges in Bewegung. Eigentümerwechsel bringen neue Nutzer - aber auch manche Sorgen. Davon betroffen ist auch die Ratsfraktion „Die Linke“.

Unna

, 14.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Wohnungen und Ladenlokale an der Wasserstraße 15 gehörten immer schon mehreren Eigentümern. Vor etwa einem Jahr setzte eine Welle des Umbruchs ein: Elf Einheiten wurden vom Amtsgericht in getrennten Verfahren zur Zwangsversteigerung aufgerufen. Einige bekamen bereits neue Eigentümer. Mitunter waren es Bewohner, die ihre bisherige Mietwohnung übernahmen. Doch auch außerhalb der Zwangsversteigerungen folgten Eigentümerwechsel auf freiwilliger Basis.

Linke-Büro steht zum Verkauf

Einer davon könnte nun der linken Bewegung in Unna ein Problem bereiten: Auch ihr Büro wird nun auf dem freien Markt zum Kauf angeboten. Der Vermieter wolle die Immobilie abgeben, erklärt Linke-Fraktionschefin Petra Weber. Und damit werden einige Fragezeichen aufgeworfen. Der Verkauf einer Immobilie setzt zwar noch nicht den Vertrag mit einem Mieter außer Kraft. Kündigen ließe sich ein solcher Vertrag aber sehr wohl, in diesem Fall mit sechs Monaten Vorlaufzeit. Und auch wenn die Suche nach einem Käufer nun erst anläuft, schauen sich Petra Weber und ihre Mitstreiter schon alternative Räume an.

Vieles hängt von den Absichten eines etwaigen Käufers ab: Ob er die Fläche selbst nutzen und dafür freibekommen will, oder ob er den Kauf als Kapitalanlage begreift. Wie gut sich die Linke als Mieterin macht, ist Betrachtungssache: Das Geld für die Miete zahlt zumindest bis zur nächsten Wahl zuverlässig die Stadt, während es ein gewerblicher Mieter erst einmal einnehmen muss. Allerdings ist das Budget der Ratsfraktion begrenzt: 4800 Euro im Jahr könne man für die Büromiete zahlen, so Weber. Im dem Ladenlokal an der Wasserstraße nutzt die Fraktion eine Fläche von 37 Quadratmetern. Zum Verkauf angeboten wird das Ladenlokal derzeit für 89.000 Euro.

„Das ist keine schöne Situation für uns“, sagt Petra Weber. 2020 ist wieder Kommunalwahl, und natürlich würde sich die Linke in dieser Zeit lieber auf die Vermittlung ihrer Inhalte konzentrieren als auf organisatorische Dinge. Bei der Suche nach Alternativstandorten stoße die linke Ratsfraktion auch auf Vorbehalte. Die Räume in der Wasserstraße 15 waren ein Glücksfall: Das Haus im Winkel von Wasserstraße und Josef-Ströthoff-Straße hat eine Torfunktion für alle, die über die Wasserstraße in die Innenstadt gehen. Dort war die Linke nicht nur gut erreichbar, sondern auch sichtbar.

Zwei Anwälte beziehen „Il Giornale“

Während die Perspektiven der Fraktion noch unklar sind, gibt es in dem Gebäude aber auch schon sichere Neuzugänge. In den ehemaligen Gaststättenräumen richten sich zwei Anwälte ein.

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