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Unnas Außen-Bürgerämter vielleicht sogar mit Zusatzangebot

SPD will Erhaltung prüfen lassen

Der Bürgerprotest aus Massen und Königsborn bringt die Sparpläne für den Bürgerservice ins Wanken. Der Erhalt der Bürgerämter in Massen und Königsborn wird für die SPD wieder vorstellbar – vielleicht sogar mit zusätzlichem Inhalt.

Unna

, 27.06.2018 / Lesedauer: 2 min
Unnas Außen-Bürgerämter vielleicht sogar mit Zusatzangebot

Kann der Bürgerservice in Königsborn (Bild) und Massen doch erhalten werden? Die SPD-Fraktion will das jetzt prüfen lassen. Foto: Drawe © Marcel Drawe

Vielleicht gibt es nun tatsächlich eine Chance, den Bürgerservice in Massen und Königsborn zu erhalten. Und vielleicht werden die Behördenangebote in den beiden urbanen Stadtteilen sogar inhaltlich ausgeweitet. Nach Gesprächen mit Bürgern will die SPD-Fraktion beides von der Stadtverwaltung prüfen lassen.

Den Bürgerservice in Königsborn und Massen sowie Lünern und Hemmerde einzustellen, war ein Vorschlag, den die Haushaltssicherungskommission des Rates erarbeitet hatte. Nachdem Bürgerprotest aufgekommen war, zögerte die Politik teilweise. Nun präsentiert die SPD-Fraktion Ergebnisse von Gesprächen mit Bürgern, als Antrag für die Sitzung des Stadtrats. Die Verwaltung soll prüfen, ob ein Bürgerservice-Angebot in Massen und Königsborn erhalten werden kann. Während die geplante Schließung „unter organisatorischen und betriebswirtschaftlichen Aspekten eine unstrittige und notwendige Sparmaßnahme“ sei, stelle sich für Massen und Königsborn aus Sicht der Bürger „eine andere Perspektive“ dar. So formuliert es die SPD-Fraktion. Der Bürgerservice gelte den Menschen als wichtiges Verbindungsstück zu den Angeboten der Stadt.

Findet die SPD mit ihrem Antrag eine Mehrheit, dann muss die Verwaltung prüfen, ob für Massen und Königsborn Bürgeramts-Sprechzeiten an mindestens zwei Tagen in der Woche eingerichtet werden können. Außerdem sollen weitere kommunale Angebote etwa vom Jugend-, Sozial- oder Straßenverkehrsamt integriert werden. Zum Vorschlag gehören auch nicht-kommunale Angebote wie Schuldner- und Suchtberatung, die die Menschen in einem Bürgerservice neuer Art vorfinden könnten. Außerdem sollen alternative Räumlichkeiten geprüft werden.

Wie von der SPD angekündigt, ist von Hemmerde und Lünern keine Rede mehr. Die Besucherzahlen des Bürgerservice dort sind deutlich geringer als in Massen oder Königsborn, die Einstellung des Service in den Dörfern nicht mehr diskutabel.

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