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Unbekannter will Schülerin in Unna mit Bonbons zu seinem Auto locken

dzMädchen angesprochen

Immer wieder gehen bei der Polizei Hinweise ein, dass Kinder von Erwachsenen angesprochen worden sein sollen. Jetzt gibt es einen neuen Fall in Unna. Die Polizei ermittelt.

Königsborn

, 07.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Aktuell geht die Polizei in Unna einem Hinweis nach, dass am Mittwoch, 6. Februar, gegen 13.30 Uhr eine 13-jährige Schülerin auf dem Heimweg von der Schule im Bereich Palaiseaustraße/ Hammer Straße aus einem weißen Pkw angesprochen worden sei. Laut Informationen, die unserer Redaktion vorliegen, soll es sich um ein Fahrzeug handeln, bei dem die Scheiben im Rücksitzbereich verdunkelt waren.

Der unbekannte Mann, der das Mädchen gefragt haben soll, ob sie Bonbons haben wolle, habe auf dem Beifahrersitz des Pkw gesessen, der an der Ampel an der Palaiseaustraße auf der rechten Spur stand. Die Schülerin reagierte genau richtig, ging nach Hause und erzählte ihren Eltern davon. Zur Beschreibung des Mannes wurde lediglich gesagt, er sei dunkelhäutig und habe eine dunkle Kopfbedeckung und eine dunkle Jacke getragen.

Ansprechen ist keine Straftat

Das bloße Ansprechen von Kindern stellt für sich gesehen noch keine Straftat dar. Gleichwohl kommt es immer wieder zu Situationen, in denen nicht klar ist, was mit dem Ansprechen bezweckt wird. Daher nimmt die Polizei jeden dieser Hinweise sehr ernst. Die tatsächliche Gefahr für Kinder, Opfer eines fremden Gewalttäters zu werden, ist sehr gering. Dennoch verbreiten sich solche Vorkommnisse sehr schnell und verängstigen Eltern und Kinder gleichermaßen.

Tipps der Kriminalpolizei

Die Polizei gibt folgende Ratschläge:

  • Wenden Sie sich an die Polizei und melden die verdächtige Wahrnehmung.
  • Streuen Sie keine ungesicherten Informationen, besonders nicht über die sozialen Medien. Diese verselbstständigen sich und führen eher dazu Eltern und Kinder zu verängstigen.
  • Geben Sie ihren Kindern Verhaltenshinweise, wie nicht mit fremden Personen mitzugehen oder in fremde Fahrzeuge einzusteigen.
  • Treffen Sie Absprachen mit ihrem Kind und halten Sie diese ein, denn das Kind lernt vom Vorbild. Erklären Sie ihrem Kind, wo Sie jederzeit zu erreichen sind.
  • Üben Sie mit ihrem Kind, wie es sich in bedrohlichen Situationen verhalten soll. Es sollte sich nicht scheuen, andere Erwachsene um Hilfe zu bitten und auf sich aufmerksam machen.
  • Ihr Kind sollte die Notrufnummer 110 kennen. Erklären Sie ihm, dass es bei Gefahr ohne Geld oder Telefonkarte von jeder öffentlichen Telefonzelle und auch ohne Guthaben vom Handy aus die Polizei rufen kann.
Für weitere Nachfragen steht das Kommissariat Kriminalprävention und Opferschutz unter der Telefonnummer (0 23 07) 921-49 00 zur Verfügung.
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