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Stadt unterstützt „Beet-Besetzer“ mit Rat und Tat

dzBeet-Projekt

Der „Garten Mille Fiori“ an der Wilhelm-Sternfeld-Gasse zieht immer noch viele Blicke auf sich. Frauke und Dietmar Nowodworski bekommen viel Zuspruch - und zwar auch von der Stadt Unna.

Unna

, 07.05.2019 / Lesedauer: 2 min

Selbst an tristen Tagen sorgt der „Garten Mille Fiori“ an der Wilhelm-Sternfeld-Gasse für Begeisterung bei vielen Passanten - möglicherweise vor allem wegen der bunten Hingucker. Das neueste Element ist ein Schild, das auf eine Naschecke verweist, in der sich Passanten künftig Stachelbeeren, Blaubeeren, Brombeeren, Johannisbeeren und Himbeeren pflücken dürfen. Die aber müssen erst noch wachsen.

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Der "Garten Mille Fiori" an der Wilhelm-Sternfeld-Gasse in Unna

Das Unnaer Künstlerehepaar Frauke und Dietmar Nowodworski hat eine öffentliche Grünfläche besetzt. Der "Garten Mille Fiori" (Garten der tausend Blumen) soll zu einem Insektenparadies und einem Idyll inmitten der Unnaer City werden. Auch Kunst soll dort einen Platz finden.
26.04.2019
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"Garten Mille Fiori" haben Frauke und Dietmar Nowodworski das neue Idyll an der Wilhelm-Sternfeld-Gasse genannt. Das ist Italienisch und heißt "Garten der tausend Blumen".© Dirk Becker
Frauke und Dietmar Nowodworski pflegen den "Garten Mille Fiori" (Garten der 1000 Blumen) an der Wilhelm-Sternfeld-Gasse.© Dirk Becker
Bunt geht es zu. Hier findet sich die kreative Ader der beiden Initiatoren wieder.© Dirk Becker
Diese Dohle guckt neugierig: Ob hier schon Nahrung zu finden ist?© Dirk Becker
Die Kräuter dürfen Passanten nutzen. Dabei gilt: Nur abknipsen, die Pflanze bleibt - damit die Kräuter nachwachsen.© Dirk Becker
Natürlich gibt es auch ein Insektenhotel in dem neuen Innenstadtparadies.© Dirk Becker
Sympathiebringer Biene: Mit kleinen, selbst entwickelten Schildern erklären die Nowodworskis, welches Ziel sie mit dem "Garten Mille Fiori" verfolgen.© Dirk Becker
Amseln werden seltener. Schuld daran ist auch das für sie tödliche Usutu-Virus. Im "Garten Mille Fiori" finden sie einen wertvollen Lebensraum.© Dirk Becker
Bernhard Briese und Karin Polk passen auf den Garten Mille Fiori auf - diesen Eindruck erweckt das Bild, das die Nowodworskis angebracht haben.© arthaus:nowodworski
Die Naschecke soll Liebhaber süßer Beeren anlocken.© arthaus:nowodworski
So sah die Fläche an der Wilhelm-Sternfeld-Gasse vor der Pflanzaktion aus. Sie diente vor allem als Hundetoilette.© arthaus:nowodworski

„Wir freuen uns, dass das auf ein so gutes Echo stößt“, sagt Dietmar Nowodworski, der gemeinsam mit seiner Gattin Frauke eine schmuddelige Grünfläche in ein kleines Paradies verwandelt hat. Auch auf unseren ersten Bericht über das Projekt werden die beiden Unnaer Künstler immer wieder angesprochen.

Ihre Unterstützung hat nun auch die Stadt Unna erklärt. „Wir finden das großartig“, sagt Stadtsprecher Christoph Ueberfeld. Dass die Nowodworskis die Fläche quasi „besetzt“ haben, kommt im Rathaus offenbar gut an. Die Stadt hat geholfen, Unrat zu entsorgen. „Wir stehen außerdem gerne beratend zur Seite“, sagt Ueberfeld und verweist auf die Idee, Sitzgelegenheiten zu schaffen. Ueberfeld betont, dass der Kontakt der Stadt mit den Nowodworskis „ganz unbürokratisch“ sei.

Stadt unterstützt „Beet-Besetzer“ mit Rat und Tat

Bernhard Briese und Karin Polk passen auf den Garten Mille Fiori auf - diesen Eindruck erweckt das Bild, das die Nowodworskis angebracht haben. © arthaus:nowodworski

Die Blicke auf sich zieht aber nicht nur der Garten selbst. Auch ein Bild, das die Nowodworskis hoch darüber in der Fensterluke an der Hauswand installiert haben, sorgt für Aufmerksamkeit. Karin Polk und Bernhard Briese sind Anwohner der Massener Straße und haben sich für diesen Zweck gerne als Models zur Verfügung gestellt. Nun sieht es so aus, als blickten die beiden aus dem Fenster und wachten über den Garten. Oder sie genössen einfach die Aussicht auf das bunte Paradies.

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