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Stadt Unna soll schnell Sanierung des Brockhausplatzes angehen

dzAltlastenfläche

In Unna fehlt Land für günstigen Wohnraum, der Brockhausplatz ist dafür aber zu vergiftet. Förderprogramme für die Altlastensanierung sollen diese Fläche nun zu einer Chance machen. Zumindest erhofft sich das die FLU.

Unna

, 16.07.2018 / Lesedauer: 2 min

Klaus Göldner als Fraktionsvorsitzender der Freien Liste (FLU) hatte schon öfter angeregt, dass sich die Stadt mit dem Brockhausplatz beschäftigt. Die Brache nahe der B1 gilt als letzte große Freifläche in der Innenstadt, ist aber problematisch. Das Gelände war früher eine Müllkippe, und es liegen Altlasten im Boden. Diese sind nach bisherigen Erkenntnissen ungefährlich für Mensch und Umwelt, es sei denn, die Fläche wird aufgegraben. Um sie zu entwickeln, müsste das geschehen.

Inzwischen haben die Politiker des Umweltausschusses und des Stadtentwicklungsausschusses Expertenrat eingeholt. Vertreter des Kreises Unna als zuständiger Behörde und des Verbandes für Flächenrecycling und Altlastensanierung (AAV) haben den Gremien über Fördermöglichkeiten berichtet. Der AAV ist im Moment in Unna vor allem durch das Projekt Massen III/IV bekannt: Boden, der vor fast 100 Jahren durch einen Zechenbetrieb belastet worden war, wird dort ausgetauscht. Die Federführung und fast die komplette Finanzierung liegen beim AAV.

Göldner sieht nun die Chance, die in den Fachvorträgen in Aussicht gestellte Förderung zu nutzen und die Brache Brockhausplatz für Wohnbebauung nutzbar zu machen. Die Förderung sei ein „Geschenk zur Rückgewinnung öffentlicher Flächen, die bislang als hoffnungslos kontaminiert galten“. In einem Antrag an den Bürgermeister fordert er, dieses „Geschenk“ vor allem schnell anzufordern. Einer der infrage kommenden Fördertöpfe ist bis 2019 befristet. Deshalb solle nicht mehr lange mit Sanierungsanträgen gewartet werden.

„Mehrgeschossigen Wohnungsbau in städtischer Eigenregie oder durch gemeinnützige Wohnungsbauunternehmen“ stellt sich die FLU für den Brockhausplatz vor. Mit diesem Ziel dürfte sie politisch wenig Gegenwind bekommen. Dass Unna mehr günstigen Wohnraum braucht, ist Konsens. Ob sich die Förderprogramme – die Rede ist von 80 oder sogar 100 Prozent Zuschuss – tatsächlich auf den Brockhausplatz übertragen lassen, wird sich wohl nach der Sommerpause herausstellen. Mit dem FLU-Antrag sollen sich der Hauptausschuss und der Stadtentwicklungsausschuss in den nächsten Sitzungen ab September beschäftigen.

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