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Sechsjähriger Grundschüler in Massen von Auto erfasst - Schulleiter fordert Zebrastreifen

dzUnfall

Der Start in die Ferien verlief für einen Grundschüler aus Massen anders als geplant: An der Bismarckstraße wurde er von einem Auto erfasst und verletzte sich dabei am Bein. Jetzt meldet sich der Schulleiter zu Wort.

Massen

, 13.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Es werden wohl keine schönen Ferien für einen Grundschüler aus Massen: Der Junge wurde am Freitagnachmittag, als er aus der Ganztagsbetreuung der Schillerschule kam und die Bismarckstraße in Höhe der Neue Ostendstraße überqueren wollte, von dem Auto einer 30-jährigen Frau aus Unna erfasst und verletzte sich dabei am Bein. Jetzt liegt der Sechsjährige in einem Dortmunder Krankenhaus; ihm geht es nach ersten Informationen vom Samstagvormittag aber besser.

Neubaugebiet bedeutet mehr Schulkinder auf der Bismarckstraße

Laut Polizeibericht lief der Sechsjährige in Höhe der Neue Ostendstraße unvermittelt auf die Bismarckstraße. Trotz sofortiger eingeleiteter Vollbremsung konnte die 30-jährige Autofahrerin eine Kollision nicht verhindern. Für den Schulleiter der Schillerschule, Matthias Landsberg, ist der Vorfall der Beweis dafür, dass in dem Bereich der Bismarckstraße dringend ein Zebrastreifen erforderlich wäre. „Durch die vielen neu entstandenen Wohnungen im Bereich Bismarckstraße/Große Wiese gibt es in diesem Bereich sehr viel mehr Kinder und ein viel höheres Fahrzeugaufkommen“, sagt Landsberg.

Zebrastreifen wurde vor einigen Jahren von der Stadt abgelehnt

Bereits vor einigen Jahren habe sich die Schulpflegschaft der Schillerschule an das Ordnungsamt gewandt, mit der Bitte, dort einen Fußgängerüberweg (Zebrastreifen) zu schaffen. Der Antrag wurde damals abgelehnt - das Verkehrsaufkommen rechtfertige den Fußgängerüberweg nicht und zudem gelte dort bereits schon Tempo 30. Für Landsberg unverständlich. „Inzwischen hat sich die Lage weiter verschärft“, schildert er die Situation, „die Bismarckstraße und Mittelstraße werden von den Anwohnern, von Einpendlern Richtung Innenstadt und von Eltern und Bediensteten der benachbarten Schulen genutzt.“

„Das hat mich fertig gemacht. Und es zeigt so eindringlich, wie wichtig es ist, dass hier endlich etwas passiert.“
Debora Keiter, die Zeugin des Unfalls wurde

Mutter will Unterschriften für Zebrastreifen sammeln

Auch Debora Keiter überrascht der Unfall nicht. Die Massenerin wohnt in der Neue Ostendstraße, hat selbst zwei Kinder an der Schillerschule - und sieht täglich, wie gefährlich der Schulweg entlang der Bismarckstraße ist. „Wie oft ich das sehe, dass Kinder fast auf der Motorhaube von Autos hängen, lässt sich gar nicht zählen“, sagt sie im Gespräch mit unserer Redaktion. Bereits im Dezember 2018 habe sie Kontakt zu Schulleiter Landsberg und dem Bezirksbeamten der Polizei in Massen aufgenommen, um gemeinsam an der Situation etwas zu ändern.

Eltern beklagten Verkehrssituation bereits vor einigen Wochen

Noch Anfang dieser Woche war die Forderung nach einem Zebrastreifen dann auch wieder Thema in der Schulpflegschaftssitzung der Schillerschule. Debora Keiter bereitet nun eine Unterschriftensammlung vor, die die Dringlichkeit eines Zebrastreifens an der Bismarckstraße unterstreichen soll. Sie hat den Unfall am Freitag selbst miterlebt: „Das hat mich fertig gemacht. Und es zeigt so eindringlich, wie wichtig es ist, dass hier endlich etwas passiert.“

„Vielleicht passiert ja jetzt was.“
Matthias Landsberg, Schulleiter Schillerschule

Erst vor wenigen Wochen hatten sich mehrere Eltern von Grundschülern über die Facebookseite unserer Redaktion gemeldet und die Verkehrszustände rund um die Schillerschule als chaotisch bezeichnet. Schillerschulleiter Landsberg hat die Hoffnung, dass der Unfall nun möglicherweise ein Umdenken über die Notwendigkeit eines Zebrastreifens herbeiführt: „Vielleicht passiert ja jetzt was.“

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