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Saison der Raser und Tuner beginnt am „Car-Freitag“: Polizei kündigt „null Toleranz“ an

dzStraßenverkehr

Es wird warm und damit der perfekte „Car-Freitag“: Junge Männer in sportlich umgebauten Autos werden unterwegs sein. Die Polizei ist mit erhöhtem Personalaufgebot in Bereitschaft.

Unna

, 18.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Es sei bisher nicht abzusehen, wann und wo eventuell Angehörige der Raser-, Tuner- oder Poser-Szene im Kreis Unna auftauchen werden. Aber die Polizei sei vorbereitet, sagt Sprecherin Vera Howanietz. Viele Autofahrer - zumeist jung und männlich - mit sportlich wirkenden Fahrzeugen nutzen den Karfreitag seit einigen Jahren als Saisonauftakt. In der Szene wurde der Tag inofiziell umgetauft in „Car-Freitag“. Gläubige Christen gedenken an diesem Feiertag der Kreuzigung Jesu, er soll deswegen besonders still begangen werden. Ausgerechnet zu diesem Anlass wurden laut aufheulende Motoren, Reifenquietschen, dröhnende Bässe aus Musikanlagen und lärmende Szenetreffen früher oft als besonders störend empfunden.

Polizei rechnet mit Verdrängung aus anderen Orten

Polizeibehörden in Orten der Umgebung, beispielsweise Dortmund oder Paderborn, haben verstärkte Kontrollen angekündigt, um das Problem in ihren Zuständigkeitsbereichen einzudämmen. Diese Maßnahmen in anderen Orten nehme die Kreispolizeibehörde Unna zum Anlass, möglicherweise von dort verdrängte Fahrzeuge und ihre Insassen ins Visier zu nehmen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Tuning nur in Grenzen erlaubt

Ein Auto zu tunen und damit herumzufahren sei grundsätzlich erlaubt, sagt Polizeisprecherin Howanietz. Aber Umbauten müssten verkehrssicher und zulässig sein. Im Zweifel wird nachgemessen, wie sehr beispielsweise ein Auto „tiefer gelegt“ wurde. Bei Regelverstößen gelte „null Toleranz“ im Kreisgebiet, nicht nur am Karfreitag. Auch unnötiges Hin- und Herfahren und Lärmbelästigung würden verfolgt. Sollte die Polizei Hinweise bekommen, würden nach Möglichkeit gezielt Kontrollen durchgeführt. Es seien am Karfreitag mehr Kollegen für diese Aufgaben im Einsatz. Auch mit Geschwindigkeitskontrollen müsse gerechnet werden. Dieses Vorgehen solle für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer sorgen.

Ring bleibt beliebt, Aldi-Parkplatz gesperrt

Es erscheint sinnvoll, dass die Polizei ihr Augenmerk vor allem auf das Unnaer Stadtgebiet richtet. Der mehrspurige Verkehrsring ist bei Liebhabern sportlicher Autos und Fahrweise beliebt. Das ist immer wieder zu erleben und zu hören. Ein früher beliebter Szenetreffpunkt ist inzwischen wirkungsvoll lahmgelegt: Der Aldi-Parkplatz ist abends und nachts mit einer Schranke gesichert. Denkbar ist, dass sich Fahrer an anderen Stellen treffen. Aktuell seien keine Schwerpunkte bekannt, sagt Howanietz. Es gebe immer mal wieder sporadische Hinweise auf Lärmbelästigungen.

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