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Olaf Schubert sagt Unna, was wirklich „sexy“ ist

dzComedy

„Sexy forever“ heißt das Programm, mit dem der Comedian Olaf Schubert durch die Lande zieht. Wie der Sachse den Begriff „sexy“ interpretiert, erfuhr das Publikum in der Stadthalle Unna - und es war begeistert.

Unna

, 17.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Ist dieser Mann schön? Der kleine mit dem langen, schütteren Haar, der da vor sich hin sächselt? Die Meinungen, was Olaf Schubert ist, mögen auseinandergehen, doch eines beweist der Sachse in Unna: Er ist ein perfekter Unterhalter und Live-Künstler.

„Sexy forever“ heißt das aktuelle Programm des Pullunder-Wunders. Da muss es um Schönheit gehen - keine Frage. Schubert zieht einen Vergleich zwischen einem Baum und dem menschlichen Gesicht: „Erst knospt‘s, dann welkt‘s. Das ist das Schrumpel-Gen.“

Schönheitsoperationen sind für Schubert aber keine Lösung. Die Schönheitschirurgie ist für ihn eine „Änderungsfleischerei“. Wenn Frau dann operiert ist, so stellt Schubert fest, dann „hat sie kein Holz vor der Hütten, sondern Plastik hinterm Schuppen“.

Dieser Humor kommt bei seinem Publikum an, bei den „Unnaranern und Unnaranerinnen“, wie er sie liebevoll nennt. Einziger Makel an diesem Mittwochabend: Ein Besucher kommt zu spät. „Halb acht geht‘s los. Ich quäle mich aus dem Bett und dann so ein Affront“, ereifert sich der Comedian.

Schubert befasst sich nicht nur mit dem Thema Schönheit, sondern auch mit Sex und dem Unterschied zwischen den Geschlechtern. „Nehmen wir mal die gängigsten drei Geschlechter - ach, in Unna reichen auch noch zwei: Frau und Mann. Die verdienen unterschiedlich, das kann man nachlesen. Ein Zimmermann verdient doppelt so viel wie ene Zimmerfrau.“

Olaf Schubert ist albern, begeistert aber mit seiner Leichtigkeit und einem scheinbar unerschöpflichen Wortschatz. Er spielt mit der Sprache.

Seine Botschaften versteckt Olaf Schubert, sie kommen in der Fassade eines Witzes und sitzen doch. Die Kinder in Bangladesh etwa seien widerstandsfähiger als die deutschen. Die säßen dort motiviert an den Nähmaschinen, doch Schubert hadert mit der Qualität: „Die müssen sich noch ein bisschen mehr Mühe geben.“

Begeistern kann er sich für den Tanga, den er seiner Carola einst schenkte, nachdem sie erfolgreich abgenommen hatte: „Das war kaum Stoff, Zahnseide sozusagen. Und dennoch war da ein Schneebesen reingeflochten. Als sie wieder zunahm, wurde das aber ein Räumfahrzeug.“

Seinen Meister findet Olaf Schubert erst im letzten Teil des Programms, als „Machete“ in wogenden Bewegungen über die Bühne tänzelt. „So wie der hier liefert, das kann ich mir nicht aus dem Pullunder schütteln.“ Den „Unnaranern“ ist das egal, sie feiern den Comedian dafür, dass er da ist.

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