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Mahnendes Beispiel

dzKommentar der Redaktion

Die Anne-Frank-Realschule ist in Kürze Geschichte. Damit ist die Hellweg-Realschule in Massen die einzige Realschule im Stadtgebiet. Doch die Stadt muss aufpassen, dass ihr nicht das gleiche Schicksal widerfährt wie der Schule in Königsborn – ein Kommentar.

Unna

, 09.07.2018 / Lesedauer: 2 min

Dass die Container – offiziell immer als „Raummodule“ bezeichnet, das Erste sind, was von der Anne-Frank-Realschule verschwindet, ist eine seltsame Ironie des Schicksals. Waren es doch eben diese Container, die sinnbildlich das schrittweise Ende der Königsborner Realschule einläuteten.

Weil im Obergeschoss des Schulgebäudes PCB entdeckt wurde, wurden die Container 2011 aufgestellt. Schadstoffe im Gebäude, Unterricht in Containern und keine klare Aussage, wie es mit der Schule langfristig weitergeht – all das führte zu einem Einbruch der Anmeldezahlen. Die Folge: Das Aus der Schule wurde beschlossen.

Schadstoffe im Gebäude, Unterricht in Containern und keine klare Aussage, wann ein Neubau tatsächlich gebaut wird – das ist die Situation der Hellweg-Realschule im Jahr 2018. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Stadtverwaltung und Politik müssen aufpassen, dass die Hellweg-Realschule nicht das Schicksal der Anne-Frank-Realschule ereilt.

Denn auch wenn die Pläne für den Neubau gerade auf den Weg gebracht werden: Bis die „neue“ HRS steht, werden noch mindestens vier neue Jahrgänge am alten Standort „eingeschult“. Sie haben – genauso wie die aktuellen Schüler und Lehrer – ein Recht auf gute Lernbedingungen.

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Es ist nachvollziehbar, dass die Stadt keine großen Summen mehr in ein Gebäude investieren wird, dass sie abstoßen will. Doch die Anne-Frank-Realschule sollte als mahnendes Beispiel gelten, was passiert, wenn man eine Schule nur noch behelfsmäßig am Laufen hält.

Die Schülerzahlen der Hellweg-Realschule sind stabil, die Schule erfährt großen Zuspruch – genau das darf nun nicht riskiert werden, weil der Blick nur nach vorne geht.

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