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Lecker und gesund: Im Bornekamp deckt die Natur Kräuterliebhabern den Tisch

dzKräutertour

Die Geheimnisse der heimischen Kräuter teilte am Samstag Kräuterexpertin Ursula Stratmann mit interessierten Teilnehmerinnen. Für viele köstliche Garten- und Wildkräuter ist genau jetzt die Zeit.

von Sebastian Pähler

Unna

, 20.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Auf eine Kräutertour durch den Bornekamp nahm Ursula Stratmann am Samstag zehn Kräuterliebhaberinnen mit. Hier fanden sie und ihre Begleiterinnen auch alles für einen schmackhaften Frühlingssalat.

Lecker und gesund: Im Bornekamp deckt die Natur Kräuterliebhabern den Tisch

Ob weiß, gelb oder lila, alle Taubnesseln sind essbar, auch wenn jede Farbe ihr eigenes Aroma mitbringt. © Sebastian Pähler


Das Beste vor der Haustür

Mit einigem Vorwissen kamen die meisten der zehn Teilnehmerinnen im Bornekamp an. Und doch, der Teller mit Schnittchen voller duftender Kräuter und leuchtenden Blüten setzte einen Showeffekt gleich zu Anfang. Selbst die erfahreneren Kräutersammlerinnen waren verblüfft, was man alles an heimischen Pflanzen essen kann - und dass es vor allem auch schmeckt. So waren etwa auch Stiefmütterchen, Hornveilchen, Primeln und Gundermann als Garnitur auf der selbstgemachten Kräuterbutter zu finden.

Lecker und gesund: Im Bornekamp deckt die Natur Kräuterliebhabern den Tisch

Mit einer essbaren Blütenpracht beeindruckte Ursula Stratmann ihre Gäste auf der Kräutertour durch den Bornekamp. © Sebastian Pähler

Welche Vorteile das Wissen um heimische Kräuter hat, war schnell erklärt. „Regionaler geht es nicht“, so Ursula Statmann, die sich schon als Kind für Kräuter interessierte, später Biologie studierte und schließlich eine Ausbildung zur Diplomkräuterfachfrau abschloss. Außerdem bekommt man kein frischeres Essen als das aus dem eigenen Garten, es ist gratis und immer verfügbar.

Dazu kommt noch die Heilwirkung, die viele Kräuter haben. Bei rund 800 Heilpflanzen im Stadtgebiet von Unna gibt es im Frühjahr für Kräuterliebhaber viel zu suchen, denn jetzt ist die Zeit, da viele am besten schmecken und am besten zu finden sind.

Lecker und gesund: Im Bornekamp deckt die Natur Kräuterliebhabern den Tisch

Selber sammeln für den Frühlingssalat konnten die Teilnehmer bei der Kräutertour am Samstag auch. Der Bornekamp ist derzeit voll mit schmackhaften Wiesenkräutern. © Sebstian Pähler


Botanisch ein Traum

Viele der Teilnehmerinnen haben mit heimischen Kräutern schon Erfahrungen gemacht. Wie Christa Kelle: „Das hat mich lange fasziniert, aber ich nehme nur, was ich kenne. Die Bücher helfen mir nicht, denn ich muss wissen, wie es in der Natur aussieht.“ Genau richtig, denn zwar sind die allermeisten Pflanzen, die sich etwa im Bornekamp finden lassen, ungiftig, Ausnahmen gibt es aber schon. So etwa der Hohle Lerchensporn: „Den kenne ich nur von hier“, stellte Stratmann die Seltenheit der hübschen rosa blühenden Pflanze hervor. Überhaupt sei der Bornekamp „botanisch ein Traum“, und etliche interessante Arten hier zu finden.

So probierten sich die Teilnehmerinnen etwa durch verschiedene Arten von Taubnesseln, Löwenzahn oder Ehrenpreis.

Für Überraschungen sorgte auch der Giersch, „Der Feind der Nation“, wie die Expertin scherzte, da er viele Gärten überwuchert und sich nur schwer bekämpfen lässt. „Man muss ihn aufessen, das ist die einzige Chance“, so Stratmann.

Aufmerksam folgten die Kräutersammlerinnen den Ausführungen und nutzten die Gelegenheit zum Kosten, was der Bornekamp derzeit bietet. Und das ist eine Menge.

Lecker und gesund: Im Bornekamp deckt die Natur Kräuterliebhabern den Tisch

Hübsch aber giftig ist der Hohle Lerchensporn. Tatsächlich ist die Pflanze, die Ursula Stratmann bei der Kräutertour zeigte, in freier Natur nur selten zu finden. © Sebastian Pähler

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