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Laubkörbe werden immer öfter falsch befüllt

dzStadtbetriebe üben Kritik

Die Laubkörbe, die den Bürgern das Entsorgen des Laubs von städtischen Straßenbäumen erleichtern sollen, stehen in der Kritik. Die Stadtbetriebe sprechen von 80 Prozent Fremdbefüllung in 2017.

Unna

, 23.07.2018 / Lesedauer: 2 min

Straßen, an denen besonders große städtische Bäume im Herbst viel Laub abwerfen, profitieren seit einigen Jahren von den Laubkörben. Doch die großen Gitterkörbe, die die Stadtbetriebe im Herbst aufstellen, um den Bürgern die Entsorgung des Laubs zu erleichtern, scheinen immer öfter zweckentfremdet zu werden.

„Ich bin von den Laubkörben nicht mehr überzeugt, ehrlich gesagt“, sagt Grünflächenbereichsleiter Ralf Calovini. 80 Prozent Fremdbefüllung im vergangenen Jahr seien ein ernüchterndes Fazit. „Wir finden Stauden, Pflanzen und Heckenschnitt in den Laubkörben. Das ist nicht Sinn der Sache.“

Anfangs seien es nur Einzelfälle gewesen, doch mittlerweile käme es immer öfter vor, dass die Laubkörbe schon voll seien, bevor überhaupt viel Laub der Bäume dort entsorgt wäre. „Wenn Eigenheimbesitzer dort ihren privaten Grünmüll entsorgen, sodass kein Platz mehr für das Laub der städtischen Bäume bleibt, dann frage ich mich, wieso wir die Körbe überhaupt noch aufstellen“, so Calovini. Denn das Entfernen von Stauden oder Pflanzen aus Privatgärten koste viel Zeit: „Anders als das Laub können wir die Pflanzen nicht mit dem Absaugwagen einfach aufnehmen, sondern müssen sie von Hand herausholen“, erklärt Calovini.

Mittlerweile habe man schon die Zahl der Standorte reduziert, so steht beispielsweise an der oberen Freidrich-Ebert-Straße kein Laubkorb mehr. Hier war die Fremdbefüllung besonders hoch. Auch an der Morgenstraße zeige sich dieser Trend, sagt Calovini. „Ich bin mittlerweile ein Gegner dieser Körbe. Ich würde mir wünschen, dass die Politik dieses Thema aufnimmt und schaut, wie sinnvoll diese Maßnahme wirklich noch ist, wenn sich kaum einer an die Regeln hält.“

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