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Königsborns Kinder sagen „Danke“

Abschied von Gudrun Fischer

Gelacht und geweint wurde beim Abschied von Gudrun Fischer, die sich 26 Jahre lang für die Kinder der Krabbelgruppe der Paul-Gerhardt-Gemeinde eingesetzt hat.

Königsborn

von Sebastian Pähler

, 22.07.2018 / Lesedauer: 3 min
Königsborns Kinder sagen „Danke“

Alle Kinder der Welt, aber zumindest die aus ihrer Krabbelgruppe und deren Eltern, hätte Gudrun Fischer (Mitte hinten)bei ihrem Verabschiedungs-Gottesdienst umarmen können. Ein letztes Mal sang und tanzte sie dort mit allen Gästen das Kinderkirchenlied „Gottes Liebe ist so wunderbar“.(2) pähler

Ganz den Kindern hatte sich Gudrun Fischer ihr Leben lang gewidmet. Nach 26 Jahren als Leiterin der Eltern-Kind-Krabbelgruppe im Kirchanbau der Paul-Gerhardt-Kirche ging sie nun in den wohlverdienten Ruhestand. Mit einem Abschiedsgottesdienst und einem gemütlichen Beisammensein im Kaminzimmer der Paul-Gerhardt-Kirche wurde Fischer am Samstag von der Gemeinde verabschiedet.

„Du hast unseren Kindern so viel gegeben, vielleicht fürs ganze Leben“, erklärte eine Mutter im Rahmen des kleinen, aber festlichen Gottesdienstes. Auch für ihre Geduld, ihre Zeit und Nerven und für unendliche viele kleine und große Hilfen bedankten sich zahlreiche Eltern, die für das letzte gemeinsame Treffen zusammen gekommen waren. Auch Pfarrer Michael Helmert hatte Gudrun Fischer bereits ins Herz geschlossen, obwohl der relativ neue Pfarrer der Gemeinde sie erst vor kurzen kennengelernt hatte. „Ich denke, dass du in all den Jahren das Kind in die Mitte gestellt hast – wie Jesus das gemacht hat. Dafür von dieser Gemeinde ein großes Danke“, so Helmert, der gerührt davon berichtete, wie er Gudrun Fischer im Umgang mit den kleinen und kleinsten Mitgliedern der Gemeinde erlebt hat.

Abschiedstränen

Natürlich wurden bei der Feier einige Tränen verdrückt. Gerade viele von den jungen Besuchern fanden es gar nicht gut, dass „ihre“ Gudrun Fischer nun geht. Es wurde aber durchaus auch gelacht und getanzt und gesungen, wie bei den Treffen der Krabbelgruppe selbst. So hatte die Gemeinde etwa das christliche Lied „Danke“ umgetextet und auf Fischer bezogen, die ihrerseits wie früher für die Kinder die Vortänzerin bei Liedern wie „Gottes Liebe ist so wunderbar“ gab. Anschließend wurden Blumen und Geschenke überreicht und alle Kinder umarmten Gudrun Fischer, bevor die Verabschiedung mit Kaffee, Kuchen und Saft einen gemütlichen Ausklang fand.

Gudrun Fischer schaute selbst wehmütig auf die Zeit zurück. „Es ist nicht leicht, nach 26 Jahren ist das was ganz Besonderes“, erklärte sie. Ihr wird vor allem immer in Erinnerung bleiben, wie Kinder mit ihr umgegangen sind. „Wenn Kinder spontan eine Liebesbekundung geben, das ist so schön, denn bei Kindern ist ja alles spontan. Aber man muss sich das auch verdienen“, schilderte sie. Auch Eltern und Mitarbeiter der Gemeinde vermissen Fischer jetzt schon. Schließlich hat sie viel Engagement und Verständnis für die Bedürfnisse der Kinder in die Gemeinde eingebracht. „Das fand ich immer so toll an Gudrun, dass sie immer an die kleinen Kinder gedacht hat“, berichtete Lydia Arndt. Ihre eigene Tochter hatte sie vor 25 Jahren in die Krabbelgruppe gebracht. Heute arbeitet sie in der Kindertagesstädte Familienzentrum „Unter’m Regenbogen“, in die viele Kinder nach der Krabbelgruppe gegangen sind. „Wir haben oft gesagt, guck mal, das sind die Kinder von Gudrun, weil sie die schon so gut vorbereitet hat.“

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