Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Hammer Straße für Logistiker nicht ganz zu vermeiden

dzVerkehr in Unna-Königsborn

Beim Thema Verkehrsbelastung auf der Hammer Straße geraten auch die Logistikunternehmen in die Kritik, die in Unna-Nord Standorte haben, auch wenn sie die Hammer Straße grundsätzlich befahren dürfen. Warum fahren deren Laster, mal voll beladen, mal umso lauter leer, über die Straße anstatt über die A2, A1 und A44?

Unna

, 07.08.2018 / Lesedauer: 3 min

DPD

Was DPD angeht, soll es ab Herbst 2019 ruhiger zugehen in Unna. Der Paketdienst gibt seinen Standort in Königsborn auf und verlegt ihn nach Hamm. Verkehre innerhalb Unnas seien dann nicht mehr nötig, teilte ein Unternehmenssprecher mit. Für DPD sind bisher Transportfahrzeuge regelmäßig zwischen zwei Standorten in Unna unterwegs. DPD betreibt ein regionales Paketdepot an der Schleiferstraße in Königsborn und ein überregionales Verteilzentrum an der Otto-Hahn-Straße im Indupark. Im Verteilzentrum werden Paketströme aus ganz Deutschland gebündelt und weitertransportiert, wie ein DPD-Sprecher unserer Redaktion mitteilte. Das Lager in Königsborn sei für Kunden und Empfänger in der Region zuständig. Gewisse Paketmengen seien zwischen den beiden Lagern unterwegs. DPD spricht von acht Lkw-Fahrten am Tag. DPD beauftrage Spediteure, die die Container transportieren und Fahrtrouten selbstständig festlegten. „Unsere Spediteure nutzen in der Regel die schnellste Strecke“, so der Sprecher. Durchfahrtverbote für den Schwerverkehr seien selbstverständlich zu beachten, existierten auf dem Weg zwischen den Standorten seines Wissens aber nicht.

DHL

Die Laster von DHL führen zu 90 Prozent über die Autobahn, erklärte ein DHL- und Post-Sprecher auf Anfrage unserer Redaktion. „Das ist der sinnvollste und schnellste Weg.“ Allerdings träten immer wieder Umstände ein, die ein Ausweichen auf andere Straßen nötig machen, also Unfälle oder Baustellen auf Autobahnen. Diesen Zusammenhang sieht auch Anwohner Mario Schwiderowski. Nach seiner Beobachtung hat der Schwerverkehr zugenommen, seitdem auf der A1 zwischen Kamen und Unna gebaut wird. Weitere Fahrten von DHL- oder Postfahrzeugen seien aber auch immer möglich, ergänzt der Unternehmenssprecher. Zustellstützpunkte müssten beliefert werden, und schließlich liefere die Post ja auch aus.

Rhenus

Die Rhenus-Niederlassung befahre die Hammer Straße, um ihre Kunden in der näheren Umgebung zu erreichen, teilte der Logistiker mit, der ein Lager an der Formerstraße in Königsborn betreibt. Diese Kunden seien im Unnaer Stadtgebiet ebenso wie im Industriepark Nord, in umliegenden Gewerbegebieten sowie in Hamm und Bönen. „Ein Ausweichen auf andere Strecken würde einen hohen zeitlichen Mehraufwand bedeuten und deutlich längere Fahrtstrecken verursachen“, so ein Rhenus-Sprecher. „Dies würde die Umwelt zusätzlich belasten.“

Rhenus spiele eine wichtige Rolle für die Abholung und Zustellung von Sendungen lokaler Mittelstandsunternehmen. Und: „Darüber hinaus stellen wir auch in einem großen Maße Privatempfängern Sendungen zu, die zum Beispiel im Internet bestellt wurden.“

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt