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Gas aus Eisaufbereitungsanlage der Eishalle Unna wird abgebrannt

dzKontrolliertes Verfahren

Zwei längliche Behälter stehen seit Dienstag vor der Eissporthalle: Mit ihnen wird das Ammoniak, das sich in der Eisaufbereitungsanlage befindet, kontrolliert abgebrannt. Es ist die einzige Möglichkeit, das Gas aus der defekten Anlage zu entfernen.

Unna

, 18.07.2018 / Lesedauer: 2 min

Das Ammoniak, das sich in der Eisaufbereitungsanlage der Eissporthalle befindet, wird seit Dienstag kontrolliert abgebrannt. Eine dafür zertifizierte Fachfirma entfernt auf diesem Wege das Gas aus der Anlage. Die Arbeiten sollen bis Donnerstag erledigt sein. Das Abfackeln der Chemikalie gilt als ungefährlich.

Dieses Vorgehen war nötig geworden, da die Anlage an mehreren Stellen undicht ist und das Gas, das als Kältemittel genutzt wurde, in den Betriebsraum der Eisaufbereitungsanlage entweicht. Ein Abpumpen des Ammoniaks durch eine mobiles Pumpgerät war nach mehreren Versuchen gescheitert, da auch die Dichtungen und Zuleitungen des Abscheiders, in den das Gas gepumpt werden sollte, Lecks aufwiesen. Möglicherweise habe eingedrungene Feuchtigkeit Korrosionsschäden an den Stahlrohren verursacht. Dies hatte der zuständige Kältetechniker der Anlage bei der Ortsbegehung mit der Bürgerinitiative „Unna braucht Eis“ am Montag erklärt.

Das Ammoniak ist demnach in der gesamten Anlage verteilt und kann nur durch das kontrollierte Abbrennen entfernt werden. Um sich ein Ausmaß von den Lecks machen zu können, muss die Chemikalie aus der Anlage entfernt werden.

Die Eisaufbereitungsanlage, die 3970 Kilogramm Ammoniak fasst, fällt unter das Bundes-Immissionsschutzgesetz. Damit ist der Kreis Unna als Untere Immissionsschutzbehörde für die Anlage zuständig. Die Mitarbeiter der Behörde erhalten die Prüfberichte dieser Anlage und sind nun auch für die Stilllegung verantwortlich. „Die Auflagen sehen vor, dass der Rückbau von zertifizierten Fachfirmen durchgeführt werden muss. Die Stilllegung der Anlage muss uns anschließend mitgeteilt werden“, erklärt Kreis-Pressesprecher Max Rolke im Gespräch mit unserer Zeitung. Anschließend kontrollieren Mitarbeiter der Behörde die ordnungsgemäße Stilllegung der Anlage.

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