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Die Woche der Wahrheit für die Eissporthalle Unna

Entscheidung am Donnerstag im Stadtrat

Für die Eissporthalle schlägt in dieser Woche die Stunde der Wahrheit. Am Donnerstag, 28. Juni, entscheiden die Ratsmitglieder nicht nur über das mögliche Aus der Eissporthalle, sondern auch direkt mit über den Abriss und den Bau von Wohnungen auf dem Gelände.

Unna

, 25.06.2018 / Lesedauer: 3 min
Die Woche der Wahrheit für die Eissporthalle Unna

Was passiert mit der Eissporthalle? Die Stadtverwaltung möchte auf dem Betriebsgelände Wohnungen errichten. Blossey © www.blossey.eu

Punkt 5.22. Das wohl am meisten diskutierte Thema, mit dem sich die Ratsmitglieder in ihrer Sitzung am Donnerstag auseinandersetzen müssen, steht weit hinten. Die Zukunft der Eissporthalle Unna wird als letzter Tagesordnungspunkt der vom Rat zu fassenden Beschlüsse in seiner Sitzung am 28. Juni aufgerufen.

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass wieder viele Bürger an der Sitzung teilnehmen werden, um die Diskussion zur Eissporthalle zu verfolgen. Denn an diesem Tag wird die endgültige Entscheidung fallen, ob in Unna weiterhin Eissport möglich sein wird oder nicht. Der Beschlussvorschlag, den die Ratsmitglieder zur Entscheidung vorliegen haben, fasst dabei vier einzelne Vorschläge zur Eissporthalle zusammen.

Die Verpachtung der Halle

Die Ratsmitglieder sollen nach dem Willen der Verwaltung zum einen beschließen, dass die Eissporthalle bis zum 31. Januar 2020 nicht mehr verpachtet wird und der Betrieb der Halle auch nicht über einen Erbbaurechtsvertrag an Dritte übertragen wird. Die Verwaltung schreibt dazu in der Vorlage, dass eine Weiterverpachtung der Halle für den Eissport ausgeschlossen werden könne, weil die Wirtschaftsbetriebe Unna (WBU) als Eigentümer der Halle verpflichtet wären, vor einer Verpachtung der Halle diese erst so herzurichten, dass sie überhaupt genutzt werden kann. Dies sei aufgrund der hohen Investitionskosten nicht realisierbar. Auch eine Verpachtung der Halle für einen anderen Zweck außer dem Eissport ist laut Verwaltung ausgeschlossen, da der Bebauungsplan dies nicht erlaube.

Betrieb durch die WBU

Im zweiten Punkt des Beschlussvorschlages heißt es, dass von einem Weiterbetrieb der Eissporthalle in Eigenregie durch die WBU abgesehen werden soll. Davon rät die Stadtverwaltung wegen der hohen Unterhaltungs- und Investitionskosten ab.

Wohnungen statt Eissport

Punkt drei der Beschlussvorlage bezieht sich auf die künftige Nutzung des Eissporthallengeländes, wenn die Eissporthalle tatsächlich aufgegeben werden sollte. Das 21.547 Quadratmeter große Grundstück der Eissporthalle inklusive des angrenzenden Parkplatzes soll als Wohnfläche vermarktet werden, so der Vorschlag der Stadtverwaltung. Dafür ist der Abriss der Eissporthalle nötig. Die Stadtverwaltung spricht in diesem Zusammenhang von einer „an die Umgebung angepassten Wohnbebauung“ sowie vom akuten Bedarf an geeigneten Wohnbauflächen in Unna, insbesondere für den sozialen Wohnungsbau.

Sportförderung

Der vierte und letzte Punkt sieht die Unterstützung der Eissport-Vereine durch die Stadtverwaltung vor. Ihnen soll bei der Suche nach Nutzungszeiten in umliegenden Eissporthallen geholfen werden. Und sie sollen weiterhin finanzielle Unterstützung im Rahmen der Sportförderungsrichtlinien in Höhe von 85.000 Euro im Jahr erhalten.

Der Beschlussvorschlag ist so angelegt, dass über alle diese Punkte als Ganzes entschieden wird. Auf Antrag eines Ratsmitgliedes könnte jedoch auch einzeln über die jeweiligen Punkte abgestimmt werden.

Voraussetzung für diesen Beschlussvorschlag und damit die Entscheidung der Politik ist die Aufhebung des Pachtvertrages zwischen der Familie Kuchnia als Betreiber der Eissporthalle und der WBU als Eigentümer der Halle. Diese haben beide Seiten zwar bereits vergangene Woche verkündet, doch erst wenn der Aufsichtsrat der WBU dem Geschäftsführer der WBU grünes Licht für einen Aufhebungsvertrag gibt, kann dieser auch rechtswirksam werden. Der Aufsichtsrat tagte am Montag in dieser Sache – hinter verschlossenen Türen.

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