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Der Ofengigant aus Unna ist reisefertig

dzSchwertransport für die Industrie

Im Vergleich zu einem Küchengerät backt dieser Ofen vier mal so heiß. Es würde auch eine komplette Küche hineinpassen. Von Unna aus macht sich ein Schwertransport auf den Weg. Er transportiert eine nicht alltägliche Spezialanfertigung.

Unna

, 05.07.2018 / Lesedauer: 2 min

Nach mehreren Monaten Planung und Vorbereitung geht ein besonderer Ofen auf die Reise. Die Industrieofen- und Härtereizubehör GmbH (IHU) hat eine große Glühhaube hergestellt. „Das ist auch für uns nicht alltäglich“, sagt Geschäftsführer Hendrik zur Weihen. Aus Metall ein Gerät nach den Anforderungen des Kunden zu bauen, ist seit 25 Jahren das Kerngeschäft der Firma. Aber nicht mit diesen Ausmaßen: Viereinhalb Meter Durchmesser hat das Innere des Geräts. „Da stoßen wir mit unseren Fertigungshallen an Grenzen“, sagt zur Weihen.

Ausgeliefert wird es nun in mehreren Bauteilen, die nachher am Einsatzort zusammenmontiert werden. Das größte Teil wiegt zehn bis zwölf Tonnen. Das ist nicht besonders schwer. Aber es ist vier Meter hoch. Wer ab und zu auf Schilder an Brücken achtet, weiß: Das wird an vielen knapp bis unmöglich. Entsprechend aufwendig sind der Transport nach Hamm und dessen Vorbereitung. Die beauftragte Spedition prüfte vorab die Strecke auf mögliche Hindernisse, also Brückenbauwerke, Schilderbrücken oder Ampeln. Den geplanten Streckenverlauf stimmten die Transportprofis mit den jeweiligen Straßenverkehrsbehörden und der Polizei ab. Einen Fall wie vor etwa 20 Jahren will zur Weihen nicht mehr erleben: Ein vergleichbar großes Teil wurde auf die Reise geschickt und knallte an einer Stelle bei 80 Stundenkilometern vor eine Autobahnbrücke. Deren Höhe war vorher begutachtet worden. In der Planung hatte man aber eine neue Asphaltdecke nicht beachtet. „Da fehlten fünf Zentimeter Luft“, erinnert sich zur Weihen.

Der Glühofen aus Unna wird in Hamm bei der Firma WDI (Westfälische Drahtindustrie) Drahtspulen auf bis zu 800 Grad Celsius erhitzen, damit dieser verformt werden kann. In dem Ofen kann Schutzgas hinzugegeben werden, damit das Metall nicht rostet oder wegen Sauerstoffeinschlüssen andere unerwünschte Eigenschaften bekommt.

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