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Die Ortsbegehung am Montag offenbarte den großen Sanierungsbedarf in Unnas Eishalle. Die Mitglieder von „Unna braucht Eis“ erheben nun schwere Vorwürfe gegen die Stadt und die Wirtschaftsbetriebe.

Unna

, 17.07.2018 / Lesedauer: 3 min

Die Zukunft der Eissporthalle scheint nach dem Ortstermin am Montag, bei dem die Bürgerinitiative „Unna braucht Eis“ sich erstmals selbst ein Bild von den Schäden machen konnte, noch ungewisser als zuvor. Die Mitglieder der Bürgerinitiative hatten offenbar nicht mit dem Zustand gerechnet, in dem sie die Halle vorfanden.

In einer Mitteilung, die die Sprecher der Initiative am Dienstagmittag verschickten, heißt es, sie seien „entsetzt“ über den Zustand der Eishalle. Gleichzeitig erheben sie schwere Vorwürfe in Richtung der Stadt und der Wirtschaftsbetriebe Unna (WBU), denen die Halle gehört: „Die Eishalle ist offensichtlich durch die Stadt/WBU über Jahre auf Verschleiß gefahren und systematisch kaputtgespart worden“, so die Anschuldigung.

Wilhelm Ruck, Sebastian Cirkel und Andreas Pietsch hatten am Montag an dem Termin für die Bürgerinitiative teilgenommen. Begleitet wurden sie dabei von dem Kältetechniker Christoph Wetzel, den die Initiative kurzfristig für die Begutachtung der defekten Eisaufbereitungsanlage gewinnen konnte. Sein Urteil fiel bereits am Montag kurz nach der Besichtigung: „Die Halle kann man nur noch abreißen und neu bauen.“ Dieses ernüchterende Fazit will die Initiative aber nicht so stehen lassen.

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Bei ihrer Kostenschätzung für eine Reparatur sei die Initiative von einem „altersgerechten Erhaltungszustand“ ausgegangen. Hiervon könne nach Begehung der Anlage jedoch keine Rede mehr sein. Trotzdem wollen die Mitglieder der Bürgerinitiative weitermachen. „Ein starkes Team kann große Dinge bewegen“, schreiben sie und kündigen an, dass sie auch für den Fall eines Totalausfalles der Eisaufbereitungsanlage Ideen zusammengetragen hätten. Diese werde man auf Basis der neuesten Informationen weiter konkretisieren und in tragfähige Konzepte einfließen lassen. Die anwesenden Vertreter der Wirtschaftsbetriebe hatten der Bürgerinitiative bei dem Ortstermin am Montag größtmögliche Transparenz und Hilfe bei der Beschaffung von notwendigen Informationen zugesagt. Darauf greift die Initiative nun zurück: Einen ersten Fragenkatalog haben die Mitglieder bereits an die Stadtverwaltung übergeben und um Rückantwort bis zum Ende dieser Woche gebeten.

Die Schuld an der aktuellen Situation der Eissporthalle sieht die Bürgerinitiative ausdrücklich nicht bei der Familie Kuchnia, die die Halle seit 2002 als Pächter betrieben hatte. Vielmehr ziehen die Sprecher einen Vergleich zum Freizeitbad Massen. „Die öffentliche Hand lässt Infrastruktur verrotten. Am Ende sind die Kosten für die Instandsetzung dann umso höher und eine Schließung beziehungsweise ein Abriss wird als Ultima Ratio benannt“, so die Initiative.

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