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Bürgerinitiative bekommt Zutritt zur Eishalle

dzStadt Unna lenkt ein

Wie es um den technischen Zustand der Unnaer Eishalle wirklich bestellt ist, hat zuletzt einige Spekulationen ausgelöst. Nun scheint die Stadt doch bereit zu sein, Transparenz zuzulassen.

Unna

, 05.07.2018 / Lesedauer: 3 min

Die Bürgerinitiative „Unna braucht Eis“ soll Zutritt zur Halle bekommen, um sich selbst ein Bild vom Zustand zu machen. Insbesondere die Kälteanlage steht dabei im Mittelpunkt. Sie ist nach Darstellung der Stadt irreparabel defekt. Ein Austausch würde 800.000 Euro kosten.

Einen exakten Besichtigungstermin gibt es noch nicht. Dennoch betonen Stadtverwaltung und WBU ihr Entgegenkommen. Eine schriftliche Anfrage der Bürgerinitiative ist dahingehend beantwortet worden, dass sich die Verwaltung in Kürze telefonisch melden werde, um ebenfalls kurzfristig einen Ortstermin zu vereinbaren. Rücksicht zu nehmen sei dabei allerdings auf die derzeit laufende Räumung der Halle durch die Ice & Fun GmbH.

Dass die Stadt die Mitglieder der Bürgerinitiative in die Halle lässt, sollte nach Zusagen im Stadtrat eigentlich keine Besonderheit sein. Dennoch scheint in Unna ein gewisser Argwohn zu bestehen. Möglicher Hintergrund sind Äußerungen des WBU-Geschäftsführers Karl-Gustav Mölle. Er hatte bei der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses gegen „unseriöse Experten“ gewettert, die ihre Skepsis gegenüber der Zustandsbeschreibung der WBU geäußert hatten. Mölle hatte in diesem Zusammenhang erklärt, sich auf seine eigenen Techniker zu verlassen und ansonsten niemanden in die Halle zu lassen. Doch nun kommt es anders.

Die Initiatoren von „Unna braucht Eis“ haben inzwischen eine Fachfirma für Kältetechnik aufgetan, die sie bei einer Bestandsaufnahme in der Halle begleiten soll. Mit ihrem Sachverstand soll geprüft werden, was an der Anlage kaputt ist, ob es zu reparieren ist und was dies wohl kosten würde.

Mitte Juni will die Stadt davon Kenntnis erlangt haben, dass auch der letzte von drei Verdichtern im Kühlsystem der Eishalle ausgefallen ist. Laut Darstellung der Stadt, die sich auf Informationen ihrer Tochtergesellschaft WBU stützt, ist der Schaden nicht zu beheben, da es keine Ersatzteile für die Verdichter gebe. Die Bürgerinitiative hingegen hofft, die Eisanlage doch durch eine Reparatur der Verdichter oder einen Austausch lediglich dieser Bauteile wieder in Gang zu bekommen. Die Kosten würden dann bei einem Bruchteil der offiziell aufgerufenen 800.000 Euro liegen. Die Halle wäre in der Lage, eine Eisfläche herzustellen. Danach müsste „nur“ noch ein neues Betreibermodell gefunden werden, da die WBU und die Ice & Fun GmbH ihren Pachtvertrag inzwischen vorzeitig aufgelöst haben.

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