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Bewaffneter Raubüberfall auf Apotheke in der Unnaer Fußgängerzone

dzMit Pistole

Ein 57-jähriger Apotheker in Unna ist Opfer eines Raubüberfalls geworden. Er blickte kurz vor Ladenschluss in den Lauf einer Pistole.

Unna

, 04.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Freitagabend, kurz vor Ladenschluss, Johannes Köhle ist allein in seiner Apotheke. Die Mitarbeiter seiner Adler-Apotheke hat er schon nach Hause geschickt. In der Fußgängerzone sind nur noch wenige Menschen unterwegs. Die Tür öffnet sich, doch herein kommt nicht der letzte Kunde des Tages, sondern ein Räuber. Der Fremde trägt ein hellblaues Tuch vor dem Mund und hat eine Pistole in der Hand. Er geht direkt auf den Apotheker zu, bedroht ihn mit der Waffe und fordert Bargeld. Köhle zögert nicht, gibt dem Täter Geld aus der Kasse, und schon ist der Mann wieder weg. Zu Fuß verschwindet er in Richtung Bahnhof.

„Ich hatte den Eindruck, der macht das nicht zum ersten Mal.“
Johannes Köhle, Apotheker

Es war nicht das erste Mal, dass der Apotheker mit einer Waffe bedroht wurde. Als er vor einigen Jahren noch eine Apotheke in Dortmund hatte, wurde er schon einmal überfallen. Die Pistole, in die er seinerzeit blickte, habe sich später als Spielzeug herausgestellt. Der Täter von damals sei ein Junkie gewesen und sehr nervös, erinnert sich Köhle. Der aktuelle Fall war anders. „Ich hatte den Eindruck, der macht das nicht zum ersten Mal“, sagte Köhle im Nachhinein. Der Fremde habe erstaunlich ruhig und abgebrüht auf ihn gewirkt.

Ob die Pistole echt und scharf war, könne er nicht einschätzen. Sie sei klein und schwarz gewesen, heißt es im Bericht der Polizei. Der Täter wird wie folgt beschrieben: vermutlich „mittleren Alters“, etwa 1,80 bis 1,90 Meter groß und von kräftiger Statur. Er sprach Deutsch ohne Akzent und war mit einem dunklen Anorak mit Kapuze und Fellkragen bekleidet.

Zeugen gesucht

Hinweise bitte an die Polizei

Wer weitere Angaben zur Tat oder zum Täter machen kann, meldet sich bitte bei der Polizei in Unna unter Tel. (02303) 921-3120 oder 921-0.

Mit Erinnerung an seine Zeit in Dortmund meint Apotheker Köhle: „Im Dortmunder Westend musste man vielleicht mit so etwas rechnen, aber in der Unnaer Innenstadt eigentlich nicht.“ Die Polizei bestätigt, Apotheken hätten es zumeist eher mit Einbrüchen oder Ladendiebstahl zu tun. Ein Raubüberfall auf eine Apotheke sei in den vergangenen Jahren nicht in der Unnaer Kriminalitätsstatistik aufgetaucht. Fälle von räuberischer Erpressung, wie auch dieser offiziell eingestuft wird, gab es durchaus in Geschäften in Unna. Es waren jeweils drei in den Jahren 2014 und 2015, zwei im Jahr darauf, vier im Jahr 2017. Die Statistik für 2018 hat die Polizei noch nicht veröffentlicht.

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