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Auf der Suche nach dem perfekten Detail: Anne Katrin Budde findet auch im Rost das Schöne

dzKunstort Unna

Anne Katrin Budde ist Künstlerin mit einem Blick fürs Detail. Sie sucht mit ihrer Kamera das Wunderbare im Alltäglichen und lässt so abstrakte Bilder entstehen, die wie gemalt aussehen.

von Kyra Molinari

Unna

, 16.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Schon immer konnte Anne Katrin Budde sich für die Fotografie begeistern, seit einigen Jahren ist sie nun als Künstlerin aktiv und verkauft ihre Bilder auch. Für ihre Kunst braucht sie einen scharfen Blick für das Detail, denn genau das bilden ihre Fotos ab: Details von verrosteten Zaunpfählen, Toren oder Ähnlichem.

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ZU BESUCH AM „KUNSTORT UNNA“

Im Rahmen der Aktion „Kunstort Unna“ zeigen Künstler, Ateliers und andere Einrichtungen in Unna vom 13. bis 15. September 2019 die unterschiedlichsten Orte, an denen Kunst entsteht und erlebbar ist. Im Vorfeld schaut sich unsere Redaktion nacheinander diese 27 Kunstorte an, um darüber zu berichten.

„Ich mache immer Nahaufnahmen, die dann auf Leinwand gedruckt sehr abstrakt aussehen“, erläutert Budde. Oft sind ihre Motive Zufall, häufig fährt Budde aber auch gezielt zu Orten, wo sie gute Motive kennt oder erwartet. Diese Orte sind in der Unnaer Umgebung natürlich nicht selten, denn die Industriekultur ist hier häufig noch sichtbar. Mittlerweile hat Budde schon so etwas wie den „Rostblick“, wie sie es nennt, und erkennt gute Motive schon von Weitem.

Kunst als Ausgleich

Eine künstlerische Ausbildung hat Budde nicht, sie ist Lehrerin für Sonderpädagogik am Förderzentrum Unna und nutzt die Kunst als Ausgleich. Mit dem Fotografieren kennt sie sich schon lange aus: „Mein erstes selbst verdientes Geld habe ich damals für eine eigene Kamera und eine Dunkelkammer im eigenen Keller ausgegeben“, erinnert Budde sich. Ihr Hobby zum Beruf machen wollte sie aber nicht, aus Angst, durch Druck in eben jenem Beruf am Ende keinen Spaß mehr daran zu haben. Auch in der Schule war Kunst nicht unbedingt ihr Lieblingsfach, sagt sie: „Da gab es immer genaue Vorgaben, wie etwas auszusehen hat. Ich bin lieber selber auf meine Art kreativ und fördere das auch bei meinen Schülern. Sie sollen Fantasie entwickeln und stolz auf ihre Werke sein.“

Motive abbilden, wie sie sind

Wie Budde auf das Café zur alten Post in Königsborn als Ausstellungsort gekommen ist, weiß sie selber auch nicht mehr so genau. Sie sei aber einfach reingegangen und habe nachgefragt. Zur Zeit hängen dort noch Bilder von einem anderen Künstler, im September werden dann wieder die Kunstwerke von Anne Katrin Budde zu sehen sein. Auch bei der Kunst, die sie im Rahmen von „Kunstort Unna“ ausstellt, wird es um ihr liebstes Motiv gehen: Rost. Dabei bearbeitet Budde ihre Bilder nur so wenig, wie es unbedingt notwendig ist. „Ich möchte möglichst alles genau so abbilden, wie es auch ist, Programme wie Photoshop nutze ich fast gar nicht“, erläutert sie.

Das übergeordnete Thema Expedition möchte sie auf ihre Weise umsetzen: „Ich werde meine Kunden auf die Suche rund um den Königsborner Markt schicken, ob sie ähnliche Motive finden.“ Die dann entstandenen Bilder möchte Budde zu einer Collage zusammenfügen.

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