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350.000 Euro Sachschaden nach Bränden im Kurpark

dzBrandstiftung

Die Folgen der Brände im Kurpark sind so schlimm wie sie aussehen: Um 350.000 Euro dürfte der Sachschaden betragen. Das gibt die Polizei mit Bezug auf Schätzungen der Versicherung bekannt.

Unna

, 17.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Nach den Bränden in der vergangenen Woche wird zumindest das Café Bistro im Kurpark auf längere Sicht nicht nutzbar sein. Die beiden Säle sind stark beschädigt. Mitarbeiter des städtischen Immobilienservices haben die Brandschäden inzwischen noch einmal mit einem externen Sachverständigen inspiziert. Er soll nun ein eigenes Gutachten erstellen. Noch am Tag des Brandes hatte ein Mitarbeiter der Versicherung die Schäden aufgenommen. Seine Einschätzung ergibt einen Sachschaden von etwa 350.000 Euro. Diese Information gibt die Polizei nun frei.

Polizei: Eindeutig Brandstiftung

Für die Ermittler ist nun eindeutig erwiesen, dass die Liegenschaft im Kurpark absichtlich in Brand gesteckt worden ist. Der Verdacht lag bereits in der Nacht des Feuerwehreinsatzes nahe, weil es an einer Glasscheibe Einbruchsspuren gab und eine Nachbarin zweimal einen sehr lauten Knall gehört hatte, bevor sie den Feuerschein sah und Alarm schlug. Doch auch die Erkenntnisse eines eigenen Brandexperten bestätigen diesen Verdacht, erklärt nun Polizeisprecherin Vera Howanietz. Details dazu gibt die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt. Es könnte sich um „Täterwissen“ handeln, das später in der Beweisführung eine Rolle spielen kann.

Bislang keine Zeugenhinweise

Zurzeit fehlt allerdings noch eine heiße Spur zu dem Täter oder den Tätern. Außer den Schilderungen der Nachbarin, die den Alarm für die Feuerwehr ausgelöst hat, liegen noch keine Beobachtungen vor. Ein Aufruf der Polizei an etwaige Zeugen, sich unter der Rufnummer (02303) 921-3120 oder -0 zu melden, ergab bislang noch keine Reaktionen.

Der Kurpark ist weitläufig und in der Nacht ein ziemlich verlassener Ort. Vandalismus ist weit verbreitet und bleibt oft ungesühnt. Mit fortschreitender Zeit dürfte die Wahrscheinlichkeit sinken, dass bei der Polizei zielführende Hinweise aus der Bevölkerung eingehen. Für den Täter steht einiges auf dem Spiel: Neben dem strafrechtlichen Vorwurf der vorsätzlichen Brandstiftung dürfte er Schadenersatzansprüche zu erwarten haben, wenn er denn gefasst wird.

Sie reichen vermutlich über den baulichen Schaden hinaus. Erst Anfang April war das Café Bistro im Kurpark von neuen Betreibern übernommen worden. Ihnen wird gleich zu Beginn ihrer Unternehmung zumindest zeitweilig die Geschäftsgrundlage genommen.

Geringfügiger betroffen ist die Jugendkunstschule der Stadt. Auch ihr Gebäude ist beschädigt worden, als ein am Haus geparkter Transporter in Flammen aufging. Allerdings ist das Ausmaß der Schäden dort überschaubar. Nach den Osterferien soll das Hauptgebäude wieder nutzbar sein.

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