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Schalker Hinrundenbilanz offenbart jede Menge Schwächen

Schalke 04

Christian Heidel ist ein Freund von Zahlen. Der Sportvorstand beschäftigt sich nach jedem Pflichtspiel intensiv mit Statistiken. Zur Jahreswende wird er es nur mit Bauchschmerzen tun.

Gelsenkirchen

, 28.12.2018
Schalker Hinrundenbilanz offenbart jede Menge Schwächen

Spielte eine Hinrunde mit Licht und Schatten: Torhüter Ralf Fährmann. © dpa

Denn die Defizite der Schalker Mannschaft zeigen sich in vielen Bereichen.

Schwächste Bundesliga-Hinrunde seit 25 Jahren: Nur 18 Punkte aus 17 Spielen sind für die Königsblauen eine Bilanz, die in keiner Weise ihren Ansprüchen genügt. Domenico Tedesco holte mit seiner Mannschaft nur 1,06 Punkte im Schnitt. Schwächer war Schalke zuletzt in der Saison 1992/93. Damals holten die Blau-Weißen nur 16 Zähler, allerdings gab es damals noch die Zwei-Punkte-Regel.

Tedesco setzte oft auf Rotation

26 Spieler im Einsatz: Kein Bundesligist setzte nach 17 Spieltagen mehr Spieler ein als Schalke 04. Das lässt sich als Indiz dafür werten, dass sich keine Stammformation in der ersten Saisonhälfte entwickelt hat. Tedesco rotierte viel, meist ohne Erfolg. Hinzu traten in der Endphase der ersten Halbserie zahlreiche verletzte Spieler, vor allem im Angriff.

Torjäger gesucht: Schalke erzielte nur 20 Tore, auch das ist ganz schwach. Von den Stürmern kann nur Neuzugang Steven Skrzybski mit seiner Ausbeute zufrieden sein, der immerhin dreimal ins Schwarze traf. Das tat auch Mittelfeldspieler Nabil Bentaleb. Skrzybski und Bentaleb stehen damit an der Spitze der Schalker Torschützenliste nach der Hinrunde.

Dramatischer Abstieg von Fährmann

Ranglisten ohne Schalker Spieler: Der schwache Auftritt in der Bundesliga korrespondiert mit dem Fehlen von Schalker Spielern auf vorderen Plätzen in der Kicker-Rangliste. Weder bei den Torhütern noch bei den Feldspielern sind königsblaue Kicker zu finden. Besonders dramatisch ist dabei der Abstieg von Schlussmann Ralf Fährmann zu bewerten, der sich nach dem frühzeitigen WM-Aus Hoffnungen gemacht hatte, beim Neuaufbau der Nationalmannschaft dabei zu sein.

Mittelmäßige Chancenauswertung: Auch in diesem Bereich hat Schalke noch viel Luft nach oben. Rang zwölf im Bundesliga-Ranking ist unbefriedigend.

Kein Kontertor nach 17 Spieltagen

Schwächen bei Standards: Über 45 Prozent seiner Gegentore, nämlich elf von 24, kassierten die Schalker nach Standards. Nur der SC Freiburg (48 Prozent) kassierte noch mehr Gegentreffer auf diese Art und Weise.

Fehlendes Umschaltspiel: Wie Werder Bremen und Hannover 96 gelang Schalke nach 17 Spieltagen kein einziges Kontertor. Kein Wunder, dass Trainer Tedesco ein Schnelligkeitsdefizit bei seiner Mannschaft längst ausgemacht hat.

Neuer Co-Trainer wird verpflichtet

Fazit: Die zahlreichen Defizite sollen unter anderem mit einem zweiten Co-Trainer behoben werden. Tedesco bestätigte in einem Sky-Interview entsprechende Schalker Pläne. Zwei, drei Kandidaten habe man im Kopf. Bis zum Trainingsauftakt (4. Januar) könnte der neue Coach verpflichtet sein. Außerdem soll der Kader verkleinert werden.

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